Do, 23. November 2017

„Sicherheitsgewinn“

22.06.2009 15:58

Ab Juli macht „Soko Ost“ Jagd auf Kriminelle

Ab Anfang Juli wird sich im Raum Niederösterreich, Wien und Burgenland eine eigene "Soko Ost" der Bekämpfung der Einbruchskriminalität widmen. 200 Kräfte werden für diesen Zweck zunächst für drei Monate abgestellt, gab Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) am Montag bekannt.

Von einer gemeinsamen Einsatzzentrale ausgehend soll die Soko künftig ein tägliches, länderübergreifendes Lagebild erstellen und dementsprechend gegen feststellbare Brennpunkte vorgehen, Schwerpunkte durchführen, sich an der Tatortarbeit beteiligen und Strukturen im Hintergrund aufdecken. "Wir picken mit der Verhaftung einzelne Strukturelemente heraus", erklärte Bundeskriminalamts-Direktor Franz Lang.

Im Anschluss sei es die Aufgabe der Sonderermittler, das übrige Netzwerk auszuheben und die Beute-Lager ausfindig zu machen. Die Arbeit der Einheit werde dabei auch vor Staatsgrenzen zu Nachbarländern nicht haltmachen, diesbezüglich gebe es gute Kooperationen. Dies sei wichtig, da im Vergleich zu anderen Bereichen der Anteil ausländischer Kriminalität im Einbruchssegment bei rund 50 gegenüber 28 Prozent liege.

Fekter: Täter sollen es nicht so leicht haben
"Ich will, dass die Täter es nicht so leicht haben hier bei uns in Österreich", betonte Fekter. Für die Sondereinheit würden daher auch Experten aus den Bereichen Grenzüberwachung oder Kfz-Diebstahl hinzugezogen. Zur Ausstattung der Soko zählen Möglichkeiten für Abfragen im EKIS (Elektronische Kriminalpolizeiliche Informationssystem), 40 Zivil- und Blaulichtfahrzeuge sowie Wärmebildkameras, Tatortkoffer und Fahndungslaptops.

Österreich soll "sicherstes Land der Welt" werden
Neben einem spürbaren Sicherheitsgewinn für die Bevölkerung hofft Fekter durch die Strategie vor allem auf eine Verbesserung der Aufklärungsquote in Wien. Diese lag in den ersten fünf Monaten im Bereich der Gesamtkriminalität bei 31,1 Prozent, in ganz Österreich bei 39,7 Prozent. Ziel sei es, Österreich zum sichersten Land der Welt mit einer hohen Lebensqualität zu machen, betonte die Ministerin.

Auch der niederösterreichische Sicherheitsdirektor Franz Prucher bezeichnete die "Soko Ost" wörtlich als "gute Sache". Es handle sich um einen "wichtigen Punkt im Kampf gegen die Einbruchskriminalität". Er begrüße daher die Einrichtung, so Prucher.

60 Mitarbeiter aus Niederösterreich
Der Großteil der Soko-Mitarbeiter stammt aus dem Burgenland (90), 60 Kräfte kommen aus Niederösterreich, 20 aus Oberösterreich. In Kärnten und der Steiermark wurden je 15 Beamte der Einheit zugeteilt. Niederösterreich, Wien und das Burgenland übernehmen gemeinsam die operative Leitung. Die Arbeit der Soko wird von Beginn an analysiert, nach drei Monaten wird ihr Erfolg beurteilt und über die Weiterführung und Personalstärke entschieden.

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