Mo, 20. November 2017

Anrainer-Proteste

11.06.2009 13:45

„Dieser Klotz passt nicht hierher“

Für heftige Diskussionen sorgt derzeit ein großes Bauprojekt beim Leopoldskroner Weiher in Salzburg: Am Zwieselweg soll mitten unter Einfamilienhäusern eine 39 Meter lange und elf Meter hohe Anlage entstehen. Die Nachbarn sind entsetzt: "Dieser riesige Klotz passt nicht hierher!" Doch der Bau ist schon genehmigt.

Die Lage am Zwieselweg beim Leopoldskroner Weiher ist ebenso pittoresk wie beschaulich. Umso mehr sorgt hier seit Wochen ein großes Bauprojekt für Aufregung unter den Anrainern.

39 Meter lang, elf Meter hoch
Denn auf dem Gelände der früheren Tischlerei Eisl soll schon bald eine große Wohnanlage mit drei Etagen und einem Penthouse obendrauf entstehen. 39 Meter lang und elf Metern hoch. Acht Wohneinheiten in bester Lage will der renommierte Salzburger Architekt Michael Eisl hier auf dem Grund seiner Familie errichten.

Anrainer fürchten um Sonnenlicht
"Alle anderen in der Gegend durften nur einstöckige Häuser bauen, und jetzt wird hier so ein Klotz genehmigt", ärgert sich Wolfgang Pfleger (Bild), der direkter Anrainer ist und befürchtet, dass dieses Villenprojekt am Weiher sein eigenes Heim buchstäblich in den Schatten stellt. "Der geringste Abstand zu meinem Haus sind gerade einmal sieben Meter", klagt Pfleger.

Baubehörde hat ein Jahr lang geprüft
"Wir haben alles genau geplant und auch die Nachbarn zu den Bauverhandlungen eingeladen. Alle rechtlichen Vorgaben wurden eingehalten, außerdem ist das Gebäude stufenförmig angelegt, sodass der Abstand bei den oberen Stockwerken an die 15 Meter beträgt", zerstreut Bauherr Michael Eisl die Ängste der direkt betroffenen Anrainer. Und fügt hinzu: "Seit den 70er-Jahren steht auf der Nachbarparzelle ein Reihenhaus, das noch größer ist als unser Projekt. Außerdem hat die Baubehörde ein Jahr lang alles genau geprüft."

"Massiver Eingriff"
Stadtrat Johann Padutsch versteht hingegen die Aufregung am Zwieselweg: "Rechtlich ist die Baugenehmigung okay, aber für diese Gegend ist das schon ein massiver Eingriff."

von Gernot Huemer, Kronen Zeitung

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