Do, 18. Jänner 2018

Für Studienplatz

14.05.2009 12:28

Polizeichef "stiehlt" Prüfungsergebnis für Tochter

Die Polizei, dein Freund und Helfer: In China scheinen die Ordnungshüter nur ihren Verwandten helfen zu wollen - dies lässt ein unglaublicher Betrugsfall in der südlichen Provinz Hunan vermuten. Der politische Kommissar des Amtes für öffentliche Sicherheit im Kreis Longhui hat Dokumente und Prüfungsergebnisse gefälscht, um seiner Tochter einen Studienplatz zu besorgen. Der Schwindel, der bereits im Jahr 2004 stattfand, ist erst jetzt aufgeflogen.

Wer in China an einer guten Universität studieren möchte, muss sich durch harte Aufnahmeprüfungen kämpfen. Weil seine Tochter bei der Aufnahmeprüfung für eine Uni zu wenig Punkte erhielt, hat der ranghohe Polizeibeamte zu unlauteren Mitteln gegriffen.

Der Mann fälschte die Dokumente einer Klassenkameradin und Freundin seiner Tochter, die eine ausgezeichnete Aufnahmeprüfung abgelegt hatte, und ermöglichte seinem Kind das Studium an der Pädagogischen Hochschule Guizhou. Mit vollständig gefälschten Dokumenten schloss das Mädchen sein Studium im vergangenen Jahr ab, bekam ein Bachelor-Zertifikat und eine Lizenz zum Unterrichten.

Kreditkarten-Antrag deckte Schwindel auf
Die betrogene Klassenkameradin, die 2004 natürlich nicht an der Uni angenommen worden war, immatrikulierte sich ein Jahr später an einer Pädagogischen Hochschule in einer anderen Stadt. Erst als die junge Frau bei einer Bank eine Kreditkarte beantragte und ihr gesagt wurde, dass ihre persönlichen Daten bereits jemand anderem gehören, flog der Schwindel auf. Der Polizeibeamte wurde nun verhaftet, der Uni-Abschluss seiner Tochter annulliert.

Symbolbild

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