Mi, 24. Jänner 2018

"Paintball"-Debatte

13.05.2009 22:38

Deutschland vor Verbot - Österreich wartet ab

Mit Farbkugeln auf Menschen schießen - die Sportart "Paintball" sorgt einmal mehr für große Aufregung. Denn die deutsche Bundesregierung möchte solche Jagdspiele nun verbieten und künftig Strafen von bis zu 5.000 Euro ausprechen. In Österreich sind (vorerst zumindest) keine gesetzlichen Änderungen geplant.

Paintball - eine außergewöhnliche Sportart, die von vielen nicht als solche gesehen wird. Vielmehr sehen Kritiker darin ein brutales, unmenschliches Killer-Spiel, das die Hemmschwelle für Gewalttaten herabsetzen soll. Aus diesem Grund will die deutsche Bundesregierung nun ein Verbot für solche Jagdspiele wie eben Paintball erlassen. Als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden.

Strafen von bis zu 5000 Euro sind angedacht. Was bei den Fans dieser Sportart für große Aufregung sorgt. Auch in Österreich schlägt diese Entscheidung hohe Wellen. Denn immerhin rund 100.000 Spieler bundesweit existieren bereits - sogar Meisterschaften werden ausgetragen. "Paintball gibt es bei uns bereits seit 1993. Und wir sind immer wieder mit vereinzelten Protesten konfrontiert. Aber Verbote sind der falsche Weg. So drängt man Leute nur in die Illegalität. Und die bewirkt ja erfahrungsgemäß meist das Gegenteil", so Stefan Sieder, Präsident des Wiener Paintballverbandes.

Besitz der Waffen erst ab 18 Jahren erlaubt
Und: "Nun warten wir alle darauf, wie es in Deutschland weitergeht. Zurzeit wissen wir nicht, woran wir sind und ob uns auch ein ähnliches Schicksal erwarten wird."

Die heimische Politik sieht die Sache nicht ganz so problematisch. "Wir haben eine andere rechtliche Ausgangssituation", heißt es aus dem Innenministerium. "Anders als in Deutschland fallen diese Softgun-Pistolen nicht unter unser Waffengesetz." In Österreich sind Softguns per Verordnung erst ab 18 erlaubt - und das sei "ausreichend".

von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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