So, 17. Dezember 2017

Verbrechenswelle

16.04.2009 10:21

Zehnter Überfall in Möllersdorf binnen fünf Jahren

Mit einem traurigen Jubiläum ist am Mittwoch der Arbeitstag in der Sparkasse in Möllersdorf (Bezirk Baden) gestartet. Gegen 8 Uhr überfielen zwei Pistolenmänner die Filiale - der bereits zehnte Coup in einem Geldinstitut in der kleinen Katastralgemeinde von Traiskirchen in knapp fünf Jahren! Doch auch dieser wurde in der "Hauptstadt" der Bankräuber von den Beamten des Landeskriminalamts rasch geklärt. Eine Zeuge hatte den auffällig tätowierten Täter beim Einsteigen in den Fluchtwagen beobachtet...

Hinter den Jubiläumsraub steckten laut den Ermittlern der Raubgruppe ein 23-jähriger Niederösterreicher und dessen Freund (18), der den Verdächtigen in die Nähe des Tatortes chauffierte. "Im Zuge der Sofortfahndung forschten wir das Duo aus. Der Jüngere war danach in aller Seelenruhe zur Schule gefahren und erklärte, er habe von nichts gewusst", sagt Chefinspektor Deutsch.

Tatwaffe und Teil der Beute sichergestellt
Die Tatwaffe - eine Luftdruckpistole - und ein Großteil der Beute wurden ebenfalls sichergestellt. Das Motiv der beiden Einheimischen: Drogen und Spielsucht. Bisher konnten die Experten des Landeskriminalamtes übrigens noch jeden Banküberfall in Möllersdorf klären. Doch warum ist dieser Ort unter Pistolenmännern so beliebt?

"Alle drei Institute liegen dicht beieinander, in der Nähe der Autobahn und relativ weit vom Polizeiposten entfernt", erklärt Stadtrat Andreas Babler. Angesichts der vielen Coups in seiner Heimatgemeinde wünscht sich Babler allerdings mehr Prävention durch Streifentätigkeit, damit Möllersdorf den zweifelhaften Ruhm einer "Hauptstadt der Bankräuber" wieder loswird...

von Florian Hitz, Kronen Zeitung

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