Fr, 17. November 2017

„Fliegende Gizi“

12.02.2009 21:30

83-jährige Meisterdiebin in Ungarn verhaftet

Die in Ungarn landesweit als "fliegende Gizi" bekannte Meisterdiebin Gizella Kosztor ist am Donnerstag - wieder einmal - von der Polizei gefasst worden. Die 83-Jährige wollte gerade ein Haus in der Stadt Komarom ausräumen, als die Handschellen klickten.

Trotz ihres hohen Alters hatte die Betagte mit großem kriminellen Eifer gestohlen. Den Spitznamen "fliegende Gizi" - die Kurzform für Gizella - hatte die Frau Anfang der 50er-Jahre erhalten, als es in Ungarn noch Inland-Flugverkehr gab. Damals setzte sie sich in der Früh in Budapest in eine Maschine und "jettete" von einem Tatort zum anderen. Am selben Tag konnte sie so in mehreren Städten auf Einbruchstour gehen.

20 Jahre im Knast verbracht
Bereits 1957 wurde Gizella Kosztor zum ersten Mal hinter Gitter gebracht. In den 50 Jahren, in denen sie amtsbekannt ist, wurde sie für ihre Diebeszüge 21 Mal verurteilt - zu insgesamt 40 Jahren Gefängnis, von denen sie 20 Jahre absaß. Fünfmal erhielt sie Amnestie und kam frühzeitig frei. Diesmal fahndeten die Beamten jahrelang vergeblich nach der alten Dame, bis nun die Handschellen klickten.

Gratisfahrten für Diebestouren genutzt
Als Pensionistin durfte sie gratis mit der ungarischen Bahn fahren und nützte dies offensichtlich eifrig für ihre Diebestouren. Mit dem aktuellen Einbruch erstaunte Gizella Kosztor die ungarischen Polizeibeamten: Immerhin hatten diese geglaubt, dass sich die Dame längst in den Ruhestand, ganz ohne "Nebenverdienst", begeben hätte.

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