Fr, 25. Mai 2018

Medienansturm

12.02.2009 11:43

Dieter Althaus soll vor steirischen Bezirksrichter

Das obersteirische Irdning dürfte bald von einer Medienlawine überrollt werden. Im kleinen Bezirksgericht (Bild) der Gemeinde soll nämlich der Prozess gegen den Politiker Dieter Althaus über die Bühne gehen. Dem Minsterpräsident Thüringens droht nach seinem Skiunfall, bei dem eine Frau ums Leben kam, die Anklage wegen fahrlässiger Tötung.
Beim Sprecher der Staatsanwaltschaft Leoben, Dr. Walter Plöbst, laufen die Telefone heiß. Am Apparat sind hauptsächlich deutsche Journalisten, die ihn mit Fragen bombardieren. Thema: Der Skiunfall von Dieter Althaus, bei dem am Neujahrstag auf der steirischen Riesneralm eine 41-jährige Frau starb. Plöbst: "Dabei gibt es noch gar keine Anklage!"

Warten auf weiteres Gutachten
Über die Veröffentlichung eines ersten Gutachtens zur Causa im deutschen "Spiegel", in dem von einem Fahrfehler des Politikers die Rede ist, zeigte sich der steirische Jurist sehr verärgert: "Von uns haben's die nicht gekriegt! Wir warten noch auf das gerichtsmedizinische Gutachten. Außerdem muss Althaus, der selbst verletzt und nicht vernehmungsfähig ist, befragt werden."

"Kein besonders schwerwiegendes Vergehen"
Klar scheint zu sein, dass - juristisch gesehen - kein "besonders schwerwiegendes Verschulden" vorliegt. Das wäre der Fall, wenn der Politiker alkoholisiert oder bei Dunkelheit zu schnell gefahren wäre. Daher wird die Sache wohl zum Fall fürs Bezirksgericht. Und das zuständige befindet sich eben im kleinen Irdning. Noch geht's dort ruhig zu - aber es ist die Ruhe vor dem Sturm.

von Werner Kopacka ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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