Mo, 21. Mai 2018

Graz braucht Geld

30.10.2008 14:53

Höherer Solidarbeitrag für Gagen-Kaiser ist fix

109 Millionen Euro pro Jahr (!) gibt die Stadt für ihre Pensionisten aus - mit ein Grund für das enorme Budgetloch. Nach dem Vorbild des Landes Steiermark greift Schwarz/Grün jetzt auch in Graz in die bestehenden Pensionen ein: Sowohl Solidar- als auch Pensionssicherungsbeiträge steigen.

Jeder Pensionist führt an die Stadt einen sogenannten Pensionssicherungsbeitrag ab; dieser beträgt derzeit 1,5 Prozent. Eine Anhebung ist fix, angedacht sind derzeit 2,5 Prozent.

Auch beim Solidarbeitrag wird es Änderungen geben. In der ÖVP favorisiert man derzeit das Landes-Modell: Beamte, die mehr als 4.000 Euro Pension erhalten, sollen künftig 2,5 Prozent als Solidarbeitrag abführen - bislang waren es 1,5 Prozent. Die Grünen allerdings pochen auf eine Vereinbarung mit der ÖVP und wollen das Wiener Modell, das höhere Solidarabgaben vorsieht: Pensionsteile über 2.800 Euro werden dort monatlich mit einem fünfprozentigen Solidarbeitrag, Pensionsteile über 5.000 Euro mit einem zehnprozentigen Solidarbeitrag belegt.

Der grüne Finanzsprecher Gerhard Wohlfahrt: "Dieser geringe Solidarbeitrag von sehr gut abgesicherten Pensionisten erscheint in Zeiten wie diesen nicht nur zumutbar, sondern dringend geboten, um wichtige Sozialaufgaben weiter finanzieren zu können." ÖVP und Grüne suchen nun das Gespräch mit der Beamtengewerkschaft.

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden