So, 17. Dezember 2017

Glück gehabt!

23.10.2008 13:02

Oma wird wegen behaltenen Balls nicht angeklagt

In Blue Ash im Bundesstaat Ohio hatte Edna Jester die Nase voll. So beschloss sie kurzerhand, jenen Football, der von spielenden Kindern wiederholt in ihren Vorgarten geworfen wurde, nicht wieder herauszugeben. "Ich werde ihn schon zurückgeben, aber bestimmt nicht jetzt", wetterte Jester, die auf diese Weise bereits mehrere Bälle "gesammelt" hatte. Der vorläufige Höhepunkt einer andauernden Diskussion in der Nachbarschaft über das "Ärgernis" von Bällen in fremden Vorhöfen endete mit der Festnahme der entnervten Dame. Doch die 89-Jährige hat Glück: Anklage wird es keine gegen sie geben.

Nach fruchtlosen Diskussionen war es dem Vater von Tanis, dem rechtmäßigen Eigentümer des Balles, einfach zu bunt geworden und er verständigte die Polizei: "Ich wollte einfach nur, dass mein Sohn den Ball zurückbekommt. Er hat ja sogar selbst dafür bezahlt!" Polizeisprecher James Schaffer: "Wir haben sie zweimal aufgefordert, den Ball zurückzugeben, aber sie hat sich energisch geweigert."

Damit ließ die störrische Alte der Polizei keine andere Wahl, als sie festzunehmen. Jester habe dabei sogar nach Handschellen verlangt, was von den örtlichen Behörden aber nicht für notwendig erachtet wurde.

Staatsanwaltschaft verzichtet auf Anklage
Nach dem Vorfall wurde Jester zunächst auf freien Fuß gesetzt, sie sah sich aber einer Gerichtsverhandlung wegen Bagatelldiebstahls im kommenden Monat ausgesetzt. Doch das bizarre Treiben um diese Kleinigkeit hat bereits davor ein Ende gefunden. Der zuständige Staatsanwalt wird keine Anklage erheben, die Schuld der 89-Jährigen sei "vernachlässigbar".

Immerhin: Im Falle einer Verurteilung drohten ihr eine Höchststrafe von bis zu sechs Monaten Gefängnis und 1.000 Dollar Bußgeld. Eine saftige Strafe, wenn man bedenkt, dass ihr Diebesgut nur knapp 15 Dollar wert ist. Hätte Jester sich in Österreich am Spielzeug der Kinder vergriffen, müsste sie wegen Entwendung übrigens lediglich mit einer Geldbuße und bis zu einem Monat Gefängnis rechnen.

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