Mi, 23. Mai 2018

Negativrekord

21.10.2008 10:23

Zwei von drei Ehen in Graz scheitern

Die steirischen Landesstatistiker sind immer für einen "Aufreger" gut! In ihrem jüngsten Bericht zur "Lage des Landes" warten sie mit Zahlenmaterial auf, das Anlass zu intensivem Nachdenken gibt. So explodieren die Scheidungszahlen, wir haben ein Geburtendefizit, und es wird auch deutlich weniger geheiratet.
Martin Mayer, der Chef der Landesstatistik, ist ein umtriebiger Mann. Sein jüngstes Werk - mit dem trockenen Titel "Natürliche Bevölkerungsbewegung mit Trendbeobachtungen" - ist aber alles andere als fade.

Scheidungszahlen explodieren
So registriert die Statistik förmlich explodierende Scheidungszahlen im Land. Um mehr als 13 Prozent ist die Rate von 2006 auf 2007 gestiegen. Die Gesamtscheidungsrate liegt mittlerweile bei 47,5 Prozent. Regional gab es in Graz mit 66 Prozent den absoluten Rekordwert. Unter Beibehaltung der aktuellen Scheidungsintensität sind hier also zwei von drei Ehen nicht von Dauer.

Geburtenzahlen sinken
Die Zahl der Geburten in der Steiermark ist neuerlich gefallen, auf genau 10.167. Das ist der zweitniedrigste je erreichte Wert. Dafür ist die Zahl der unehelichen Geburten deutlich - auf 4.865 - gestiegen. Auf die Rekordmarke von 47,9 Prozent! Sprich schon fast jede zweite Geburt ist unehelich.

Immer weniger Ehen
Und auch den Bund der Ehe wollen immer weniger Menschen im Land eingehen. Pro 1.000 Einwohner und Jahr werden nur noch 4,2 Ehen geschlossen. "Der zweitniedrigste Wert seit dem 2. Weltkrieg", so Landesstatistiker Mayer.

Lebenserwartung steigt
Gestorben, und das ist die gute Nachricht, sind dafür weniger Menschen. Um 0,7 Prozent ist die "Mortalitätsrate" auf 11.395 gesunken. Die Lebenserwartung von Männern hat sich übrigens (statistisch gesehen) von 77,1 auf 77,5 Jahre, die der Frauen von 82,8 auf 83,3 Jahre erhöht.

von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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