Fr, 25. Mai 2018

"Krone"-Umfrage

19.10.2008 17:12

Gaspreise: "Da kennt sich ja keiner mehr aus!"

Der Gaspreis-Schock bleibt den Menschen erspart. Aber die Politik lässt die Menschen etwas verwirrt zurück. Jasmin Absenger (Bild) meint etwa: "Man kennt sich überhaupt nicht mehr aus" Wie funktioniert das jetzt mit der Gutschrift? Warum kommt eine Erhöhung, wenn es dann eh den Bonus gibt? Unsere Reporter haben am Samstag in allen Landesteilen nachgefragt. Hier einige Kommentare der SteirerInnen:

Jasmin Absenger, Lehrling, Graz: "Man kennt sich im Moment überhaupt nicht mehr aus! Es müsste doch möglich sein, für sämtliche Gas-Bezieher einen einheitlichen Tarif einzuführen. Aktuell ist doch alles nur Stückwerk."

Marianne Stocker, Lehrerin, Schladming: "Das ist typisch für die Politik. Anstatt im Vorfeld auf Preisstabilität zu schauen oder einzugreifen, damit der Preis für alle leistbar bleibt, reagiert sie spät. Das macht eine schiefe Optik."

Gerhard Zettel, Pistenchef, Rohrmoos: "Das Land kann leicht sagen, wir zahlen. In Wirklichkeit sind es wir Steuerzahler, die wieder einmal tief in die Tasche greifen. Die Preise sind grundsätzlich ein Wahnsinn, ob bei Gas oder Öl."

Bernadette Knappitsch, Verkäuferin, Schwanberg: "Ich bin verärgert. Zunächst wird einem weisgemacht, wie günstig sich ein Umstieg auswirken kann. Ich hab dann zum Verbund gewechselt. Und - die Tarife sind trotzdem laufend angestiegen!"

Hubert Wolf, Unternehmer, Wies: "Energie und Strom braucht jeder. Die Politik sollte darauf schauen, dass die Millionen-Dividenden nicht nur an die Gesellschafter ausgeschüttet, sondern auch an den Endverbraucher weiter gegeben werden."

Josef Krenn, Pensionist, Graz: "Auf jeden Fall sind die Gaspreise zu hoch. Und dieses Hin- und her geht auch entsprechend auf die Nerven. Und im Endeffekt ist es ja so: Es sind immer die kleinen Leute, die zum Handkuss kommen."

Die 25,7 Prozent Gaspreis-Erhöhung werden für Bezieher, die bis zu 20.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, durch die "Geld zurück"-Aktion abgefedert. Noch ungeklärt ist der Sonderfall Graz - Landeshauptmann Voves meint, dass Bürgermeister Nagl für finanziellen Ausgleich sorgen muss, schließlich sei die Stadt Haupteigentümer der Energie Graz. Nagl sieht Voves in der Pflicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden