Mo, 21. Mai 2018

Steirer als Minister?

09.10.2008 18:38

Christian Buchmann auf dem Weg nach Wien

Hochsaison für Spekulanten. Nicht unbedingt an den Börsen, die weltweit taumeln, dafür umso mehr in der Politik. Und mittendrin die Steirer-Rebellen, mit dem sehr geschickt agierenden Wirtschafts- und Finanzlandesrat Christian Buchmann (Bild).

Dessen Entwurf für das Landes-Budget der nächsten beiden Jahre kommt, wie schon mehrmals berichtet, ohne neue Schulden aus. Dafür, so die Kritiker, drohe allerdings ab 2011 der finanzielle Zusammenbruch.

Der Nulldefizit-Trick
Der Trick ist einfach: Indem man die Landesspitäler und deren Grundstücke belehnt, werden bis zu 1,2 Milliarden Euro in die Kassen gespült. Entgegen früheren Plänen will Buchmann diesen Batzen Geld aber schon 2009/2010 für das vielgerühmte Nulldefizit verwenden.

Die gewöhnlich und stets gut informierten Kreise wollen wissen, warum: Buchmann rechne ab 2011 nicht mehr damit, sich die Mühen des Finanzressorts antun zu müssen. Vielmehr strebe der Wirtschaftsbund-obmann nach Höherem. Gesetzt den Fall, es kommt zur großen Koalition, so die weiß-grünen Gerüchtler weiter, sei der Sessel des Finanz- oder Wirtschaftsministers schon ordentlich vorgewärmt. Denn dass Willi Molterer und Martin Bartenstein in einer solchen Konstellation nicht mehr zur Verfügung stehen, ist evident.

Und Landesparteichef Hermann Schützenhöfer wird auch nicht die extragroßen Steine in den Weg legen. Zum Ersten ist es ehrenvoll, einen Minister aus dem Bundesland zu stellen, zum Zweiten gilt Buchmann nicht erst seit seiner Ernennung zum Vize-Bundesparteiobmann als einer der schärfsten Konkurrenten des Landeshauptmann-Stellvertreters um die steirische Parteispitze.

Pikante SMS-Botschaft Richtung Wien
Apropos Schützenhöfer: Dass Steirerblut kein Himbeersaft ist, das mussten in den letzten Tagen auch die schwarzen Granden in Wien zur Kenntnis nehmen. Mit der SMS-Abstimmung der Steirer-Rebellen zur Opposition (mehr als 67 Prozent dafür) wurden die Hauptstädter sichtlich am falschen Fuß erwischt. Und auch die formulierte Vorliebe für Schwarz-Grün-Orange, die Schützenhöfer in den vergangenen Tagen medial ausrichten ließ, schmeckt in Wien so gar nicht...

"Steiermark inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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