So, 27. Mai 2018

Ehrliche "Haut"

07.10.2008 09:33

16.600 Euro auf der Straße gefunden

Als ehrlicher Finder hat sich am Freitagvormittag in seiner Heimatgemeinde Oberzeiring der Musiklehrer Helmut Koini (im Bild) bewährt. Als er auf dem Marktplatz aus dem Auto stieg, sah er auf dem Asphalt viele 500 und 100-Euro Scheine. Das Geld, insgesamt 16.600 Euro, gehört einer Pensionistin. Sie hatte es auf der Straße verloren, braucht es aber dringend für ein Auto.
Als Helmut Koini - der 44-jährige Obersteirer unterrichtet am Konservatorium in Graz Akkordeon und Steirische Harmonika - an seinem freien Tag bei strömendem Regen auf dem Marktplatz in Oberzeiring eingeparkt hatte, traute er seinen Augen nicht: "Auf dem Asphalt sind weit verstreut 500 und 100 Euro-Scheine gelegen. Erst hab ich an einen Werbegag gedacht, dann ist mit mir die Fantasie durchgegangen - etwa, dass es Falschgeld wäre."

Geld zur Polizei gebracht
Der 44-Jährige verschob kurzerhand seinen Arzttermin, hob einen nassen Hunderter auf und ging damit ins Postamt: "Zwei Angestellte haben den Schein geprüft und festgestellt, dass er echt ist. Da ist mir ganz anders geworden. Ich bin rausgelaufen, hab schnell das gesamte Geld eingesammelt." Dann fuhr er zur Polizeiinspektion. Weil gerade niemand da war rief er den Kommandanten am Diensthandy an.

Pensionistin war verzweifelt
Als Helmut Koini den Beamten das Geld übergab, meldete sich auch schon ein Angestellter der Raika. Er sei von einer verzweifelten Kundin angerufen worden, die kurz nach der Behebung von 25.500 Euro beim Einsteigen ins Auto wohl einen Großteil des Geldes "verstreut" hätte. Vielleicht gebe es einen Finder...

Diesen ehrlichen Finder gab es, die 65-Jährige, die mit ihren Nerven fast am Ende war, hat nun ihr gesamtes Geld wieder. Sie braucht es für ein Auto und ihre Zähne. Dass sich Helmut Koini einen Finderlohn verdient hat, versteht sich natürlich ganz von selbst.

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"

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