Mi, 23. Mai 2018

Globale Krise schuld

03.10.2008 14:16

Russe Oleg Deripaska steigt bei Magna aus

Der russische Investor Oleg Deripaska steigt bei Magna Steyr wieder aus. Erst vor rund einem Jahr war der Industrielle und Milliardär mit 20 Prozent bei Magna eingestiegen. Deripaskas Kreditgeber habe auf dessen Magna-Aktienpaket zugegriffen, teilte der Stronach-Konzern am Freitag mit. Wie es aus Unternehmenskreisen hieß, erwarte man aber keine Auswirkungen auf einzelne Standorte und somit auch nicht auf das Werk Graz.

Erst im September 2007 hatte Deripaskas "Russian Machines" 20 Prozent der Magna-Aktien um 1,4 Milliarden Dollar (1,007 Milliarden Euro) erworben, seitdem hielten Deripaska und Magna-Gründer Stronach über eine gemeinsame Gesellschaft je 43 Prozent der Stimmrechte. Wer der Kreditgeber von "Russian Machines" und damit nun der neue Magna-Partner sei, wurde nicht genannt. Beim Deal vor einem Jahr war berichtet worden, dass die französische Bank BNP Paribas den Großteil der Finanzierung übernommen hatte.

Globale Finanzkrise Grund für Ausstieg
Der russische Investor Oleg Deripaska nennt die globale Finanzkrise als Grund für seinen Ausstieg aus dem Autozulieferer Magna. Die Magna-Beteiligung zählte zu den größten ausländischen Investments des Oligarchen. Deripaskas Investment-Gesellschaft Basic Element erklärte, man habe sich entschlossen, die Beteiligung von Russian Machines als Anteilshaber an Magna International wegen der derzeitigen Finanzkrise zu beenden.

Die Kooperation mit Magna zur Entwicklung einer Autozuliefererindustrie in Russland werde fortgesetzt, betont Basic Element. Russian Machines kontrolliert Gaz, den zweitgrößten Autoproduzenten in Russland.

Reichster Mann Russlands
Deripaska hat sein Vermögen mit dem Aufbau eines Aluminiumimperiums erzielt. Er ist laut einer Rangliste des Wirtschaftsmagazins "Finans" der reichste Mann in Russland mit einem Vermögen von 40 Milliarden Dollar (27,1 Milliarden Euro). Deripaska selber hatte mehrfach erklärt, sein Vermögen werde zu hoch eingestuft, da darin große Kredite von Basic Element nicht enthalten seien.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden