So, 27. Mai 2018

Tragödie in Ischl

08.09.2008 17:49

Unfalltoter erst nach vier Stunden gefunden

Erst als sein Handy läutete, ist nach vier Stunden ein tödlich verunglückter 20-jähriger Autofahrer aus Bad Goisern gefunden worden. Der Probeführerscheinbesitzer war in der Nacht zum Sonntag in Bad Ischl in Oberösterreich von der Salzkammergut-Bundesstraße gerast und derart weit aus dem Fahrzeug geschleudert worden, dass eine Suche neben dem Wrack ergebnislos abgebrochen wurde.

Der Baufacharbeiter Felix A. (20), der erst einen Probeführerschein besaß, dürfte sich in der Nacht zum Sonntag emotional aufgeregt hinter das Steuer seines Autos gesetzt haben. Zuvor hatte er mit einer Bekannten einen Streit, sodass sie befürchtete, dass er sich umbringt.

Mehrmals überschlagen
Als der junge Lenker mit überhöhtem Tempo durchs Bad Ischler Stadtgebiet fuhr, fiel er Feuerwehrleuten auf, die wiederum Polizisten informierten. Doch wenig später kam schon die Unfallmeldung: Um 23.10 Uhr war Felix A. in einer Linkskurve über die Böschung gerast, sein BMW riss einen zehn Zentimeter dicken Baum um, überschlug sich mehrmals und blieb nach 100 Metern demoliert liegen. Als Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie vom Lenker keine Spur.

"Wir wussten nicht, ob er rausgeschleudert worden war oder im Schock davongelaufen ist. Wir mussten aber die Suche erfolglos abbrechen, obwohl wir sogar unsere Wärmebildkamera eingesetzt hatten", berichtet Einsatzleiter Oberbrandinspektor Jochen Eisl von der FF Bad Ischl.

Toter lag im dichten Gestrüpp
Noch in der Nacht sahen sich zwei Freunde des Unfalllenkers das Wrack an, fuhren gegen 3.30 Uhr zur Unglücksstelle - und hörten plötzlich ein Handy läuten: 30 Meter neben der Unfallstelle fanden sie in einem dichten Gebüsch die Leiche des verunglückten Lenkers: A. dürfte durch einen Genickbruch auf der Stelle tot gewesen sein.

Von Johann Haginger, Kronen Zeitung

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