So, 25. Februar 2018

Schwarze Szene

04.09.2008 18:27

"Vampirismus" in der Steiermark im Vormarsch

Der aktuelle Sektenbericht für die Steiermark ist am Mittwoch in Graz präsentiert worden. Sektenexperte Roman Schweidlenka erklärte, dass zwar die Zahl der Anhänger des Satanismus und auch von Scientology zurückgegangen seien, dafür aber neue gefährliche Kulte wie etwa "Vampirismus" in die Steiermark vordringen würden.

"Der primitive Powersatanismus mit Tiertötungen und auch der Protestsatanismus sind in der Steiermark zurückgegangen, dürfen aber trotzdem nicht auf die leichte Schulter genommen werden" erklärte Schweidlenka. Die Bedeutung als Alternative zum Christentum sei gestiegen und auch die Verbindung des Satanismus mit rechtsextremen und neonazistischen Ideologien habe sich weiter verfestigt, so der Leiter des Vereins Logo Eso-Info, der die Ergebnisse zusammen mit Jugendlandesrätin Bettina Vollath (SPÖ) präsentierte.

Mitglieder einer Randszene trinken Menschenblut
Auch eine neue "Mode" beschäftigt Schweidlenka: Der "Vampirismus", der sich über Wien und Deutschland verbreitet hat, habe mittlerweile auch in der Steiermark Anhänger gefunden. "Dabei handelt es sich meist um Mitglieder aus der schwarzen Szene, die den "Vampirismus" als Mode und Gesellschaftsspiel betreiben", erklärte Schweidlenka. "Die Jugendlichen gehen auf Vampirpartys und verkleiden sich. Es gibt aber auch eine Randszene, deren Mitglieder sich als echte Vampire sehen und auch Menschenblut trinken", erklärte der steirische Experte.

Blut freiwillig oder unfreiwillig abgezapft
Die Herkunft des Blutes sei unterschiedlich: Manche geben es freiwillig, manche eher unfreiwillig. In Deutschland soll es in diesem Zusammenhang bereits einen Ritualmord gegeben haben. Während es in Wien bereits eine wahrnehmbare Szene gebe, beschränke sich in der Steiermark das Interesse auf "Anfragen und dem Wunsch nach Aufklärung", so der Fachmann.

Steirer gegenüber Scientology sensibilisiert
In Sachen Scientology könne beruhigt werden: "Die Steiermark ist da kein Hoffnungsland", sagte Schweidlenka. Man habe durch gute Aufklärungsarbeit die Steirer gegenüber der Sekte sensibilisiert. Trotzdem rate er zur Vorsicht, denn Scientologen würden vermehrt als Personalberater und Managementtrainer "in unsere Wirtschaft eindringen". "Sie arbeiten mit denselben Techniken wie Scientologygründer Ron L. Hubbard, sind aber nicht als Sekte erkennbar", erklärte er.

Panikmache vor Jahr 2012
Außerdem warnte Schweidlenka vor der Panikmache vor dem Jahr 2012. Dieses Jahr wird in der modernen Esoterik als Datum des Weltenendes bezeichnet. Der Termin habe in Esoterikerkreisen bereits große Aufmerksamkeit erhalten. "Es gibt bereits internationale Organisationen, die Rettung vor dem Weltuntergang versprechen. Zum Beispiel mit dem "Verbot Fleisch zu essen", schüttelte Schweidlenka den Kopf.

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