Mi, 22. November 2017

„Loch auf, Loch zu“

30.06.2008 13:55

Zu wenig Geld für Sanierung - „Control“ auf „Süd“

Kein Sommerloch gibt es in den Ferien in Sachen Sanierung von Landesstraßen. Verkehrsinfarkte sind zwar nicht zu befürchten, Behinderungen wird's aber zwangsläufig geben. 102 kleinere und größere Baustellen sind angekündigt, immerhin 130 Straßenkilometer werden in irgendeiner Weise repariert.

Viele Millionen Euro - immerhin 80 sind es - werden pro Jahr für Neubau und Sanierung von Landesstraßen ausgegeben. Trotzdem ist das nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Denn mit dieser doch beträchtlichen Summe können lediglich 1.400 Kilometer Straße saniert und instand gehalten werden. Die restlichen 3.600 Kilometer sind dem leichten Verfall und Zerbröseln preisgegeben. Deshalb spricht die zuständige Landesrätin Kristina Edlinger auch von "großen Sorgen im Verkehrsressort". Sie müsse im wahrsten Sinne des Wortes eine "Loch-auf-Loch-zu-Taktik" praktizieren.

Im heurigen Sommer setzt man - trotz des Geldmangels - alles daran, Baustellen zügig abzuwickeln. So sind etwa dort, wo Totalsperren für Asphaltierungen notwendig sind, Nachtschichten eingeplant, auf regionale Großereignisse wird Rücksicht genommen.

"Section Control" ab Gleisdorf
Letzte Meldung: Die Generalsanierung der Südautobahn zwischen Gleisdorf-West und Laßnitzhöhe (siehe Storybild) startet in Richtung Graz am 1. Juli. Ab dann ist auch die "Section Control" im Einsatz. Also, Tempolimit 80, am Baustellenende sogar 60 km/h beachten - sonst wird's empfindlich teuer. Ende November wird die Sanierung abgeschlossen.

102 steirische Sommerbaustellen
An 57 Baustellen wird bereits gewerkt, 30 von ihnen können noch im Juli fertiggestellt werden. An zehn Straßen dauern die Arbeiten auch über 2008/09 hinaus. Etwa die Sanierung der Lahnsattelstraße, die erst 2010 fertig gestellt sein wird.

Weitere bedeutende Langzeit-Baustellen sind etwa die Querspange Gnas in der Oststeiermark, Trieben-Sunk im Oberland, oder auch die Lawinengalerie Untergrimming.

von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
Symbolbild

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