Mo, 20. November 2017

Werkzeug gestohlen

19.06.2008 12:47

Steirsche Familie verübt gemeinsam 24 Einbrüche

In Ternitz in Niederösterreich ist die Polizei einer obersteirischen Familie auf die Spur gekommen, die 24 Einbrüche verübt und dabei einen Schaden von 11.000 Euro angerichtet haben soll. Ein 24-jähriger Obersteirer führte die Straftaten aus, seine Ehefrau fungierte als Chauffeurin, ihr 18-jähriger Sohn (aus einer früheren Beziehung) stand Schmiere.
Im Februar war der aus Mürzzuschlag stammende Arbeitslose in Ternitz nach einem Einbruch in eine Fischerhütte erwischt worden. Drei Monate später verwendete er denselben Bolzenschneider - diesmal, um die Eingangstür eines Gasthauses zu knacken. "Dann haben wir uns den Verdächtigen näher angeschaut", so ein Polizeibeamter: "In seiner Sozialwohnung befand sich viel Werkzeug, dessen Herkunft uns der Mann zuerst nicht erklären konnte." Kein Wunder - es war gestohlen.

Obersteirer: "Bin ein Werkzeugnarr"
Bei seinem Geständnis bezeichnete sich der Obersteirer als "Werkzeugnarr" und gab 24 Diebestouren zu. Gefahren sei seine 40-jährige Ehefrau, ihr 18-jähriger Sohn habe ab und zu Schmiere gestanden. Sieben Straftaten waren es in der Steiermark. In Langenwang brach der Mann zwei Laster auf, zudem entwendete er in Mürzzuschlag aus vier Gartenhäuschen Werkzeug - was denn sonst.

Bauleiter vermutete Ostbande hinter Diebstählen
Nach einem Coup im Werkzeugcontainer der Firma Porr Anfang Mai in
Mürzzuschlag - das Unternehmen führte gerade im Böhler-Werk Arbeiten an den Gleisen durch - glaubte Bauleiter Klaus Zipper anfangs an das Werk einer Ostbande: "Wer braucht denn sonst etwa ein Schienenschneidgerät, ein Weicheneinstellwerkzeug oder gar eine Gleiswasserwaage?"

Beute weggeworfen
Das weiß der mittlerweile inhaftierte Obersteirer auch nicht. Er findet auch keine Erklärung dafür, warum er das übrige gestohlene Werkzeug der Firma Porr im Wert von 4.700 Euro in zwei Etappen wegwarf - einen Teil in Spital am Semmering, den anderen bei Neunkirchen. Die Frau und ihr Sohn wurden auf freiem Fuß angezeigt.

von Manfred Niederl und Lukas Lusetzky, "Steirerkrone"

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