Mo, 20. November 2017

Einfach geflüchtet

03.06.2008 11:26

26-Jähriger lässt nach Crash Beifahrerin zurück

Mit einem Schienbeinbruch und einem schweren Schock in den Gliedern ist am Montagabend ein 26-jähriger Slowene nach einem schweren Motorradcrash in der Steiermark vom Unfallort geflüchtet. Seine bewusstlos im Graben liegende Sozia ließ er einfach zurück. Die junge Frau liegt jetzt im Landeskrankenhaus Feldbach im Koma, ihre Identität konnte noch nicht geklärt werden, weil selbst der Unfallenker nur ihren Vornamen kennt.

Gegen 22.40 Uhr war der 26-Jährige mit seinem Motorrad auf der Landesstraße 211 von Trössing in Richtung Dietersdorf unterwegs, berichtet die Polizei. Vermutlich wegen überhöhter Fahrgeschwindigkeit kam er in einer langgezogenen Linkskurve mit dem Motorrad von der Fahrbahn ab und zu Sturz.

Der Mann erlitt dabei "bloß" einen Schienbeinbruch, die mitfahrende Frau hingegen lebensgefährliche Verletzungen. Trotz dieser Umstände flüchtet der schwer geschockte Lenker, ohne sich um seine Beifahrerin zu kümmern, und fuhr bis nach Hause.

Frau erlitt Lungen- und Brustkorbtrauma
Ein zufällig vorbeikommender Fahrzeuglenker entdeckte die Frau und verständigte die Einsatzkräfte. Nach der Erstversorgung wurde die Verletzte mit einem Lungen- und Brustkorbtrauma ins Krankenhaus nach Feldbach eingeliefert und stationär aufgenommen. Die Frau konnte wegen ihrer schweren Verletzungen noch nicht einvernommen werden und ist derzeit nicht ansprechbar. Sie hatte anscheinend auch keine persönlichen Dokumente bei sich.

Lenker weiß nur den Vornamen
Aufgrund des Kennzeichens - bei dem Unfall war es anscheinend abgebrochen - konnte der 26-Jährige ausgeforscht und sogar an seiner Wohnadresse in Slowenien angetroffen werden. Nach anfänglichem Leugnen gestand der Mann, dass er der Lenker des Motorrades war. Von seiner Beifahrerin konnte er aber nur den Vornamen angeben. Welche Strafen ihm drohen bzw. wie die Polizei die Sache handhaben kann, der Mann ist ja in Slowenien beheimatet, ist unklar.

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