Anzeige

24.02.2023

MOTOR in Graz und Umgebung

Zwischen Mythos und Realität

Zankapfel E-Mobility: Noch immer müssen Elektrofahrzeuge gegen viele Vorurteile ankämpfen. Foto: Buffaloboy - stock.adobe.com

Um die Elektromobilität ranken sich viele Mythen, welche die Stromer noch eine Zeit lang begleiten werden. Wahr sind sie deswegen noch lange nicht.

Zu teuer, zu gefährlich und weitaus umweltschädlicher in der Produktion... Trotz des weltweit anhaltenden Trends hin zur Elektromobilität kämpfen die Stromer an vielen Fronten um ihren Ruf. Grund genug für einen Faktencheck.

Mythos 1: E-Fahrzeuge brennen öfter
Nein. Studien und Statistiken stellen diese Behauptung klar in Abrede, denn die Sicherheitsstandards sind bei allen Fahrzeugen gleich. Allerdings erweist sich das Löschen von E-Autos oftmals schwieriger, zudem kann ein Brand länger dauern. 

Mythos 2: Stromer sind nur für den Sommer geeignet
In der Tat sinkt die Reichweite von E-Fahrzeugen an kalten Tagen stark. Überdies macht auch das Heizen des Innenraums dem Akku zu schaffen. Die Folge: Der Fahrer häufiger bzw. früher an die Steckdose muss. Das gilt aber auch für Verbrenner: Heizung & Co lassen den Tank schneller leer werden.

Mythos 3: Stromer kosten viel Ladezeit
Schnelllader füllen die Batterie aktuell binnen 20 Minuten, der technische Fortschritt lässt zudem den Zeitbedarf kontinuierlich schrumpfen. Elektrofahrzeugmarken wie etwa Nio arbeiten an einem anderen Konzept: Sie tauschen an ihren Power-Swap-Stationen den gesamten Akku binnen fünf Minuten.

Mythos 4: E-Autos sind größere e CO2-Schleudern als Verbrenner
Zugegeben, die Akku-Produktion schlägt sich in der CO2-Gesamtbilanz kräftig zu Buche: Rund 17,5 Tonnen sollen es bei einem 100-kWh-Akku von Tesla sein. Allerdings kippt die Bilanz nach circa acht Jahren zugunsten des Stromers. E-Autos mit deutlich kleineren Akkus erreichen diesen Break-even-Point weitaus schneller.

Foto: fotohansel - stock.adobe.com
Foto: fotohansel - stock.adobe.com

Mythos 5: E-Autos belasten das Stromnetz stark
Da die Leistungsfähigkeit der Stromnetze limitiert ist, kann ein Blackout nicht ausgeschlossen werden, wenn viele E-Autos gleichzeitig laden. Aber: Die Elektrofahrzeuge lassen sich auch als dezentraler Energiespeicher nutzen, um Leistungsspitzen abzufangen.