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14.04.2026

Krone Extra Tirol Ausgabe April 2026

Amputiert: Pflegegeld gekürzt

In jedem dritten geprüften Fall waren Betroffene falsch eingestuft

AK Präsident Zangerl kritisiert die Kürzung des Pflegegelds. Foto: AK Tirol / Berger

Die Probleme rund um Einstufungen zu Berufsunfähigkeit, Invalidität oder Rehabilitations- bzw. Pflegegeld betreffen auch Tirol. AK Zangerl: „Mehr als 1.000 Fehleinstufungen in den letzten drei Jahren zeigen massive Fehler im System.“

Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) steht massiv in der Kritik. Grund ist u.a. die Praxis bei der Feststellung des zustehenden Pflegegeldes. Die Kritik kam unter anderem von der Arbeiterkammer, auch aus Tirol, die nun Zahlen der aktuellen Fälle aus den letzten drei Jahren vorlegt. Diese zeigen deutlich, dass es eine enorme Anzahl an Fehleinstufungen gibt: So wurden im Zeitraum 2023 bis 2024 3.812 Fälle von der AK Tirol vertreten, wovon 1.227 gewonnen wurden. 

„Das bedeutet, dass mehr als 1.200 Personen falsch eingestuft wurden, was zu kostspieligen Verfahren geführt hat und Ressourcen seitens der Justiz sowie der AK gebunden hat. Und es wurden dadurch unnötige Kosten verursacht. Die Praxis der Einstufungen gehört endgültig überdacht und geändert“, so die Kritik von AK Präsident Erwin Zangerl.

Jeder 3. Betroffene nicht korrekt eingestuft

Im Zeitraum 2023 bis 2025 wurden insgesamt 3.812 Verfahren zum Thema Berufsunfähigkeit und Invaliditätspension sowie Rehabilitationsgeld, Schwerarbeiterpension sowie Pflegegeldeinstufung von der AK Tirol begleitet, positiv abgeschlossen davon wurden 1.227. Das bedeutet, dass jeder dritte Betroffene (32 %) laut Einschätzung der zuständigen Stellen falsch eingestuft wurde und nur mit Hilfe der AK zu seinem Recht gekommen ist. „Diese Zahlen widerlegen ganz klar die Meinung etwa der PVAZentrale in Wien, dass zu großzügig mit den Betroffenen umgegangen wird. Das ist der eindeutige Gegenbeweis, dass hier sofortiger Handlungsbedarf besteht“, stellt AK Präsident Zangerl klar.

Weniger Pflegegeld trotz Amputation

Wie krass die Situation wirklich ist und welche Auswüchse das derzeitige System mit sich bringt, zeigt auch das Beispiel eines 70-jährigen Tirolers, der - ohne Wissen der Tiroler PVA - Besuch von Wiener Begutachtern erhielt, die man extra nach Tirol entsandt hatte, um seinen Pflegegeldstatus zu evaluieren. Und obwohl beidseitig beinamputiert und zudem dialysepflichtig, wurde das Pflegegeld rückgestuft. „Solche Methoden sind klar abzulehnen, deshalb braucht es hier schnellstens Änderungen in Art und Ablauf der Begutachtungen“, so Zangerl.


„Vorsicht Falle: So haben Betrüger keine Chance“

Landeck & Lienz: Kostenlose Info-Abende von AK, Land Tirol, LKA und KSÖ

Wenn unbekannte Anrufer eine „Kaution“ für angeblich verunglückte Verwandte oder Ihre Kontodaten verlangen, dann sind Betrüger am Werk! Wie Sie solche perfiden Tricks erkennen, erfahren Sie am 28. April in der AK Landeck und am 5. Mai in der AK Lienz/Osttirol.

Vom Enkeltrick über den angeblichen Autounfall der Tochter bis zum falschen Handwerker an der Haustür: Die AK Tirol warnt laufend vor betrügerischen Anrufen oder Tricks, mit denen Kriminelle versuchen, an die Ersparnisse ihrer Opfer zu gelangen. Die Täter gehen dabei so perfide vor, dass hilfsbereite Menschen in ihre Falle tappen und dabei hohe Geldbeträge verlieren. Deshalb organisieren AK, Land Tirol, Landeskriminalamt und KSÖ (Kompetenzzentrum Sicheres Österreich) tirolweit Info-Veranstaltungen, bei denen Sie vom Experten erfahren, wie Sie heimtückische Betrugsversuche frühzeitig erkennen und sich davor schützen können!

Nutzen Sie die Gelegenheit und melden Sie sich für einen Info-Abend in Ihrer Nähe an! Die nächsten Termine: 28. April in der AK Landeck und 5. Mai in der AK Lienz/Osttirol statt (siehe Kaste rechts). Eine Anmeldung ist erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Die nächsten Termine - Beginn 18 Uhr

Di. 28. April: AK Landeck: Anmeldung unter 0800/22 55 22-3434 oder landeck@ak-tirol.com

Di 5. Mai: AK Lienz/Osttirol: Anmeldung unter 0800/22 55 22 - 3535 oder lienz@ak-tirol.com

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