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29.08.2026

Herbst erleben

Unterwegs in Mittelkärnten

Mittelkärnten lebt im Herbst von seinen Kontrasten: Weingärten, Almen, Burgen, kleine Städte und eine starke regionale Küche sorgen auf engem Raum für viele unterschiedliche Erlebnisse.

Schloss Taggenbrunn ist für Weinbau, Kultur und weite Ausblicke bekannt.   Foto: Franz Gerdl 

Der Herbst passt gut zu Mittelkärnten. Die Temperaturen sind angenehm, auf Saualpe, Flattnitz und in den Gurktaler Alpen reicht die Fernsicht an klaren Tagen weit über Kärnten hinaus. Gleichzeitig beginnt kulinarisch eine besonders interessante Zeit: Wild, Wein, Most und saisonale Produkte kommen auf den Tisch, während viele Wanderwege und Ausflugsziele noch bis weit in den Oktober genutzt werden können.

Wandertouren

Die Auswahl an Touren reicht vom gemütlichen Spaziergang bis zur ausgedehnten Höhenwanderung. Auf der Saualpe führen Wege zum Speikkogel, Kleinen und Großen Sauofen oder weiter Richtung Ladinger Spitz. Gerade die gute Erreichbarkeit macht das Gebiet für spontane Herbsttouren interessant. Wer es ruhiger mag, findet auf der Flattnitz weite Almflächen, Lärchenwälder und wenig Trubel.

Das Görtschitztal bietet im Herbst ideale Bedingungen für Gipfeltouren auf den angrenzenden Saualpenrücken.   <span id="izq9t">Foto: Julian Castro </span>
Das Görtschitztal bietet im Herbst ideale Bedingungen für Gipfeltouren auf den angrenzenden Saualpenrücken.   Foto: Julian Castro 

Auch kürzere Themenwege lohnen sich. Der Kräuterwanderweg von Gurk nach Pisweg führt auf rund 8,8 Kilometern durch das Gurktal, der Otwinusweg bei St. Georgen am Längsee bietet immer wieder Ausblicke auf die Burg Hochosterwitz. Auf dem Künstlerweg in Klein St. Paul verbinden sich Bewegung und zeitgenössische Kunst.

Für Mountainbiker ist die Simonhöhe inzwischen ebenfalls ein Ziel. Der 2,2 Kilometer lange Simons Flowtrail führt vom Hocheck ins Tal. Direkt bei der Talstation gibt es zudem ein Übungsareal mit Lerntrails, Uphill Trail und Zauberteppich für Kinder.

Vom Weingarten in die Wildküche

Mittelkärnten gehört zu den kulinarisch vielfältigsten Regionen Kärntens. Rund um St. Georgen am Längsee prägen Weinbau und Buschenschenken das Landschaftsbild. Eine besonders schöne Herbsttour führt über den Taggenbrunner Weinweg rund um die Burg Taggenbrunn. Danach wartet eine Einkehr im Weingut oder in einem der Gasthäuser der Umgebung.

Im Oktober beginnt außerdem die Zeit der Wildgerichte. Im Hirter Braukeller stehen von 7. Oktober bis 15. November wieder die traditionellen Wildwochen am Programm. Das Wild stammt großteils aus der eigenen Jagd auf der Hirter Alm im Metnitztal. Auch das Martinigansl gehört zum Spätherbst. Mehrere Betriebe setzen dabei auf Tiere aus regionaler Haltung und klassische Zubereitungen.

Slow Food zum Mitmachen

Mit Slow Food Travel Marktplatz Mittelkärnten rücken die Produzenten selbst stärker in den Mittelpunkt. Besucher können Lebensmittelhandwerk direkt vor Ort kennenlernen, beim Brauen, Brennen oder Verarbeiten regionaler Rohstoffe zuschauen und teilweise selbst mitarbeiten.
Die Initiative bringt Konsumenten und Erzeuger zusammen und zeigt, wie stark traditionelle Herstellung in Mittelkärnten noch verankert ist. Dabei reicht das Spektrum von Bier, Wein und Edelbränden bis zu Speck, Käse, Lederhandwerk und weiteren regionalen Produkten.

Geschichte und Kunst am Weg

Auch kulturell liegen viele Ziele nur wenige Kilometer auseinander. In Friesach entsteht seit mehr als zehn Jahren eine Burg ausschließlich mit mittelalterlichen Methoden. Bis Ende Oktober können Besucher Schmieden, Steinmetzen und anderen Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen. 

Im Görtschitztal wiederum wird Kunst im öffentlichen Raum zugänglich. Der Quellenkulturpark in Klein St. Paul und der Landschaftsgarten rund um das ehemalige Kraftwerk Hornburg lassen sich mit Audioguide individuell erkunden. Dazu kommen historische Städte, Schlösser und Burgen wie Hochosterwitz oder die Burgruine Liebenfels.
Mittelkärnten verbindet im Herbst damit Bewegung, Kultur und regionale Küche auf kurzen Wegen.