Izola trägt seine Geschichte im Namen: Das slowenische Küstenstädtchen war früher tatsächlich eine Insel - und hat diesen insularen Charakter bis heute nicht abgelegt. Enge Gassen, venezianische Fassaden, der kleine Fischerhafen Mandrač, dazu eine Kirche auf dem höchsten Punkt der ehemaligen Insel: Izola gehört zu jenen Orten, an die man beim ersten Besuch sofort wiederkommen möchte. Für den Frühling gibt es dafür gleich mehrere überzeugende Gründe.
Der April gehört dem istrischen Gaumen. Am 24. April öffnet das Orange Wine Festival seine Tore - ein Fest der bernsteinfarbenen Naturweine, die Izola und seine Winzer seit Jahren zu einem absoluten Begriff in der internationalen Weinszene gemacht haben.
Wer kulinarisch tiefer eintauchen will: Am Karsamstag, dem 4. April, findet der sogenannte Geschmackspier statt, buchstäblich auf dem Pier am Meer, mit lokalen Fischgerichten, istrischen Weinen und hausgemachten Köstlichkeiten. Unter anderem auf der Speisekarte der Region: Risotto mit Garnelen und Spargel ein Frühlingsgericht, das die Küche Izolas in einem Satz zusammenfasst.
Im Frühling entfaltet das Hinterland von Izola seinen ganzen Reiz: Mehr als 40 Prozent der Gemeindefläche sind landwirtschaftliche Nutzfläche - Olivenhaine, Weinberge, istrische Dörfer. Wer das istrische Dorf Korte besucht, reist mehr als 5000 Jahre zurück: Der archäologische Park Kaštelir zeigt eine der größten prähistorischen Hügelfestungen der Region.


Für Radfahrer führt die Trasse der ehemaligen Schmalspurbahn Parenzana - einst zwischen Triest und Poreč - als Weg der Gesundheit und Freundschaft direkt durch Izola, mit Ausblicken auf Meer und Alpen zugleich. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann vom Stadtrand aus in einer halbtägigen Wanderung ins Hinterland aufsteigen – und dort gleichzeitig die Dolomiten und die Adria im Blick haben.
Unmittelbar an Izola grenzt der Landschaftspark Strunjan mit seinem 80 Meter hohen Kliff, das gemeinsam mit den angrenzenden Salinen unter Naturschutz steht. Wer nach dem Wandern oder dem ersten Bad an einem der acht Strände Erholung sucht, findet sie in den Wellness- und Spa-Zentren der Stadt - Meeresluft und mediterrane Kräuter inklusive. Und wer einfach nur die Altstadt durchstreifen will, dem sei ein Abstecher ins Museum Izolana ans Herz gelegt: Es erzählt die Geschichte der Stadt vom Fischerdorf bis heute - und erinnert daran, dass Izola immer schon mehr war als ein schöner Fleck am Meer.
von Philipp Stewart
Web
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