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26.03.2023

DRAUẞ'N in Kärnten

Getrennte Wegefreiheit

Mountainbiker auf Wanderwegen sorgen für Konflikte. Der Alpenverein fordert daher, dass Radfahrer und Wanderer auf eigenen Wegen und getrennt unterwegs sein sollen.

Fotos: Wallner Hannes

Der Alpenverein erhält mit viel Schweiß die alpinen Wanderwege. Fotos: Wallner Hannes
Der Alpenverein erhält mit viel Schweiß die alpinen Wanderwege. Fotos: Wallner Hannes

Die Behörden und die alpinen Vereine sind sich einig: Es gibt zwei Arten von Wegen, nämlich jene für Wanderer und jene für Biker“, erklärt Karl Selden, Vorsitzender des Alpenvereines Klagenfurt und selbst ein leidenschaftlicher Radfahrer: ,,Doch Fakt ist, dass die Wege beim Mountainbiken mehr beansprucht werden als beim Wandern." In Bikeparks werden deshalb die Trails in und vor den Kurven mit Pflastersteinen gesichert. Selden: ,,Ein Ökologe erklärte mir, dass in Wäldern die Wurzeln der Bäume noch drei Meter neben den Trails durch die Reifen der Mountainbikes betroffen sind und absterben. Das ist eine intensive Beschädigung der Natur. Wir als Naturschutzverein können nicht tatenlos zusehen."

Am Kreuzbergl in Klagenfurt sollen laut Selden deshalb eigene Strecken für Biker freigegeben werden. Das Ziel soll es sein, dass Biker und Wanderer auf ihren eigenen Wegen bleiben: „Die wenigen schwarzen Schafe, die sich nicht an diese Regeln halten werden, sollen dann eben abgestraft werden." Mountainbiker, vor allem jedoch E-Biker im Hochgebirge sorgen schließlich auch für hohe Kosten beim Alpenverein, der für die Erhaltung der Wanderwege zuständig ist.

Fotos: Wallner Hannes
Fotos: Wallner Hannes
"Mountainbiker würden 99 auf Forstwegen viel weniger Schäden anrichten, als auf Wanderwegen in den Wäldern."
Karl Selden, Alpenverein Klagenfurt