Das freie Wort

Klimaschutz mit der Brechstange

Mit dem neuen Klimagesetz beweist die Bundesregierung einmal mehr, wie weit entfernt sie von der Lebensrealität der Menschen agiert. Während sich die EU das ohnehin ambitionierte Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden, muss Österreich bzw. die österreichische Regierung, unter dem Deckmantel politischer Profilierung, wieder einmal den Musterschüler spielen. Bereits 2040 soll bei uns Schluss sein mit fossilen Energieträgern. Das klingt in Sonntagsreden wunderbar, erweist sich beim Blick auf die Realität jedoch als wirtschaftspolitischer Amoklauf. Hinter dieser überstürzten, unbedachten Verpflichtung stehen Ideologen, die für ein grünes Prestigeprojekt bereitwillig unseren mühsam erarbeitenden Wohlstand opfern. Statt die heimischen Betriebe in einer ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Phase zu entlasten, bürdet man ihnen zusätzliche Kosten und bürokratische Schikanen auf. Die Folgen dieses nationalen Alleingangs liegen auf der Hand: Unsere Industrie verliert im internationalen Wettbewerb den Anschluss, hochwertige Arbeitsplätze wandern in Länder mit vernünftigeren Vorgaben ab, und die heimische Landwirtschaft wird durch praxisferne Verbote systematisch in den Ruin getrieben. Dem globalen Klima hilft dieser österreichische Sonderweg überhaupt nichts – er verschiebt lediglich die Lasten innerhalb Europas. Am Ende rettet diese Politik nicht die Welt, sondern beschädigt gezielt das Fundament unseres eigenen Landes. Es wird höchste Zeit, dass die Verantwortungsträger in Wien die ideologische Brille abnehmen und zu einer Klimapolitik mit Maß und Ziel zurückkehren, die Arbeitsplätze und Wohlstand sichert, anstatt sie mutwillig zu gefährden.

Ing. Hans Peter Jank, Villach

Erschienen am Mo, 24.8.2026

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