Das freie Wort

Entscheidungen der Europäischen Union

Ob all die Maßnahmen wie Waffenlieferungen und Sanktionen der EU sinnvoll sind, sollte in Brüssel doch umfangreich beraten werden. Da wäre zum einen die Waffenlobby und Waffenindustrie, die mit kontinuierlicher Lieferung von Kriegsgerät und Waffen daraus großen Nutzen ziehen, und zum anderen Europa, das sich mit Sanktionen, die Russland nur marginal betreffen, zum Teil selbst schadet. Der von der Regierung angedachte Ausstieg aus den Gas- und Öllieferungen sollte schon intensiv beraten werden. Denn der Vertrag bezieht sich auf das Übereinkommen, das Gazprom und OMV betrifft, und nicht Österreichs Bundesregierung und Gazprom. Diese Entscheidung wird damit in den Gremien der beiden Partner zu fällen sein. Die Bilder und Berichte über die Ostukraine und im Besonderen über Bachmut und Awdijiwka, einfach unvorstellbar. Das Gebiet in Schutt und Asche gelegt. Bei diesem Leid, bei dem Tausende Soldaten auf beiden Seiten und mehr und mehr Zivilpersonen ihr Hab und Gut, und vor allem ihr Leben verlieren ist, mir völlig unverständlich, dass nicht alles daran gesetzt wird, am Verhandlungstisch eine Lösung zu finden, statt ununterbrochen Waffen zu liefern und Drohungen, wie von Präsident Macron, auszusprechen. In Anbetracht der Tatsache, dass sich rund um Russland mit China, Indien, Pakistan dem Iran und Nordkorea ein Block zusammenschließt, müssten in Brüssel alle Glocken läuten. Hier formiert sich ein Wirtschaftsblock, der letztendlich Europa zu einem „Industrie-Freilichtmuseum“ werden lässt. Die größere Gefahr ist jedoch, dass es auch ein „Atomblock“ wird, der nicht nur für Europa, sondern für die gesamte Welt eine Herausforderung werden kann. Trotz der Gefahr, dass ich als „Putinversteher“ abgestempelt werde, muss man schlicht und ergreifend zur Kenntnis nehmen, wer auf der anderen Seite des Tisches sitzt. Also statt der leeren Bekundungen in Kiew, die bis jetzt nichts, aber auch gar nichts gebracht haben, und „Freundschaftsbesuchen“ diverser Politiker und der „Bussi-Besuche“ von Frau Ursula von der Leyen sollte in der Beamtenburg in Brüssel intensiv über ein Waffenstillstandsabkommen und letztendlich über ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis nachgedacht und gearbeitet werden. Ich weiß, nicht einfach. Hoffentlich ändern die Wahlen in Brüssel etwas. Man mag zu Präsident Zelenskij stehen, wie man will, dieser Mann jettet mit seiner Frau um die Welt und füttert mit seinen Auftritten und der sturen Abneigung zu verhandeln die Medien, übersieht aber dabei, dass sein Land und seine Bevölkerung dem Untergang geweiht sind. Nicht gerade sehr schlau.

Philipp Magnes, Graz

Erschienen am Mo, 11.3.2024

Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Weitere Leserbriefe
30.10.2026Datum auswählen
Ausländer zum Heer
Ich konnte es kaum glauben, als ich den Artikel gelesen habe, dass Ausländer für eine schnellere Staatsbürgerschaft zum Heer sollen. Sind die ...
Günter Pock
Fliegen wie Autofahren besteuern
Sieben Landeschefs wie auch die Flughafenvorstände verlangen, die Flugticketsteuer von 12 Euro je Ticket abzuschaffen. Da wollen sie uns weismachen, ...
Ing. Anton Kern
Privatjets heizen Klimakrise an
Klimaschutz predigen, Flugverkehr beschenken: Die Klimakrise eskaliert – und Österreich überlegt allen Ernstes, das Fliegen noch billiger zu machen. ...
Claudia Schneider
Von den Folgen sind alle betroffen
Danke für Ihre Berichterstattung zur Oxfam-Studie, die aufzeigt, wie Lebensstil und Investitionsentscheidungen der Superreichen weltweit die ...
Harald Hicker
Rekruten verzweifelt gesucht
Unser Bundesheer leidet seit Jahren unter Personalnot. Kein Wunder, die vielen Zivildiener fehlen nun einmal in den Kasernen. Zudem sorgen unsere ...
Werner Schupfer
Trump und der Friedensnobelpreis
Jetzt ist er aber wirklich verärgert, der Donald Trump, und beschimpft Norwegen als „shit house country“ und dass er in Amerika keine Norweger mehr ...
Josef Blank
Mit Wegschauen löst man kein Problem
Eine alte Weisheit lautet: Alles, was nichts kostet, ist auch nichts wert. Das trifft auch ganz besonders auf die Staatsbürgerschaft zu. So wie ...
Stephan Pestitschek
Staatsbürgerschaft
Ausländer für Staatsbürgerschaft zum Bundesheer? Bedenken Sie dabei, dass Sie auch IS-Sympathisanten einschleusen? Im Nachhinein ist man dann immer ...
Oskar Mollik
Krude Ideen
Da hat jemand einen Traum, eine Vision gehabt. Um die Küchen des Bundesheeres und die Wachtürme der Kasernen zu besetzen, sollen Nichtösterreicher ...
Josef Lesjak
Weiter denken!
Es gibt bereits genug Probleme mit muslimischen Migranten, aber schon mal nachgedacht, wie es in einigen Jahren weitergeht? Durch die Geburtenrate ...
Herbert Illmeier
Migranten fürs Bundesheer
Eine neuerliche Schnapsidee kursiert in Kreisen der Bundesheer-Berater: Fremdenlegion-Migranten fürs österreichische Bundesheer ist der neueste ...
Heinz Vielgrader
Ansturm auf Österreich
Ich kann gar nicht in Worte fassen, dass wieder darüber nachgedacht wird, ob nicht jedes in Österreich geborene Kind auch gleichzeitig unsere ...
Brigitte Eichinger
Es geht immer mehr bergab
Es ist nicht zu glauben, da fragen sich manche, wie uns der Islam so unterwandern kann, und jetzt werden die jungen Islamisten noch dazu eingeladen, ...
Astrid Vötter
Projekt gescheitert
Jener 13-jährige Syrer, der in der WG über Schmerzen klagte, wurde in ein Wiener Spital gebracht.Von dort flüchtete der Gangster – aber sein Vater ...
Robert Kindl
Auszeit-WG
Für die enormen Kosten sollten die Eltern der Übeltäter herangezogen werden, da sie ja ihre Erziehungs- und Aufsichtspflichten grob vernachlässigt ...
Mag. Christine Ruzicka
Geldverschwendung
Obwohl Wien unter Geldmangel leidet und budgetmäßig kracht wie eine Kaisersemmel, hat man Millionen in so fragwürdige Projekte wie Auszeit-WGs – die ...
Mag. Martin Behrens
E-Card-Gebühr
Mit Fassungslosigkeit habe ich gelesen, dass ab 15. 11. 2026 erstmals 26,85 Euro E-Card-Service-Entgelt direkt von unserer Pension abgezogen werden. ...
Horst Walter Fischer
Trinkgeldpflicht
Jetzt kommt auch noch zu dem bereits prozentuellen Trinkgeld-Vorgaben der Gastro noch eine „freiwillig empfohlene Pauschale“ der Hotellerie hinzu. ...
Franz Umgeher
Keine „Vizekanzlerpartei“
Es ist immer wieder interessant, Andreas Mölzers Kolumne ,,Andererseits“ in der ,,Krone“ zu lesen – so wie am 29. Oktober, als er über ein Interview ...
Josef Pratsch

Voriger Tag
30.10.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung