Das freie Wort

Gendern bringt den Frauen rein gar nichts

Ich sehe mir am Abend um 19.30 Uhr gerne die Nachrichten an. Dies wird mir in letzter Zeit leider dadurch vergällt, dass die Moderatoren nur noch von Bürgerinnen und Bürgern, Expertinnen und Experten, Ministerinnen und Ministern, Politikerinnen und Politikern berichten. Das Zuhören wird anstrengend, und man kann sich nicht richtig auf den Inhalt der Nachrichten konzentrieren. Noch schlimmer ist es mit dem Binnen-I. Man hat das Gefühl, dass durch das bewusste Stoppen mitten im Wort eine Sprachstörung vorliegt! Das Gendern treibt oft seltsame Blüten: Als ein Sprecher im Radio von Bewohnerinnen und Bewohnern des Waldes erzählt hat (er meinte die Tiere) oder wenn allen Ernstes von Kindern und Kinderinnen berichtet wird. Wenn Schüler nicht mehr richtig lesen können, wundert mich das gar nicht. In Texten, in denen nur noch gegendert wird, verliert man den Bezug zum Inhalt! Ich als Frau habe kein Problem damit, als Bürger angesprochen zu werden. Das ist für mich keine Diskriminierung. Man sollte vielleicht einmal damit beginnen, Frauen und Männer für die gleiche Arbeit GLEICH VIEL zu bezahlen! Das wäre ein Schritt in Richtung Gleichberechtigung, aber nicht gendern. Das bringt den Frauen nämlich rein gar nichts!

Gabriele Stuhlhofer, Wien

Erschienen am Do, 19.5.2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
21.2.2026Datum auswählen
Tag der Muttersprache
Der internationale Tag der Muttersprache am 21. Februar ist den Medien kaum einen Hinweis wert. Dabei erinnert uns dieser Tag, dass es z. B. jene ...
Mag. Anton Bürger
Verhaftung auf Sandringham
Der Epstein-Skandal zieht erwartungsgemäß immer weitere Kreise. Nicht nur US-Präsident Donald Trump holen die gemeinsamen Party-Jahre mit Jeffrey ...
Christian Stafflinger
Andrew Mountbatten
Hochwohlgeboren und tief gefallen! Die Queen wird sich im Grab umdrehen, wenn ihr Lieblingssohn jetzt als Verräter von Staatsgeheimnissen verdächtigt ...
Dipl.-Päd. Stefan Scherz
Wie ein roter Faden
Wie ein roter Faden ziehen sich seit einiger Zeit Skandale der finanziellen und erotischen Art durch die Königshäuser Europas. Nicht dass das nicht ...
Friedrich Leisser
Lächerliche Show
Donald Trump hat zum Board of Peace geladen, also zum Friedensrat, und einige seiner Verehrer und Bewunderer sind zu dieser sonderbaren Veranstaltung ...
Franz Peer
Trump – der Herr der Welt?
Nun ist es auch klipp und klar, warum bei den Beratungen für die Friedensbemühungen Trumps zwischen Gaza und der Ukraine immer sein Schwiegersohn ...
Josef Blank
Im rechtsfreien Raum
Jetzt endlich beginnt sich auch die Politik für den seit Jahren bestehenden rechtsfreien Raum der vielen bei uns herumfahrenden Autos mit ...
Martin Krämer
Der digitale Euro
Dass man sich von Amerika unabhängig machen möchte, finde ich äußerst richtig. Aber eines ist mir noch unklar: Ich hatte jahrelang nur eine ...
Franz Haslinger
„Mittleres Management“
Wo bleibt eigentlich das in anderen Ländern selbstverständliche und auch hierzulande oft versprochene Unterstützungspersonal? Anstatt dass Lehrer ...
Florian Stadler
Härtere Strafen gefordert
Offenbar hat ein sadistischer Tierquäler die Zuerkennung einer Diversion für eine Frau, die unlängst ihre beiden Katzen erbarmungslos verhungern ...
Herwig Sembol
Braucht es härtere Strafen?
Es ist schon erstaunlich, dass immer noch 9% die Meinung vertreten, dass härtere Strafen für Tierquäler nicht notwendig sind, obwohl mindestens 1x in ...
Helmut Brunner
Ein Herz für Tiere
Wenn jetzt sogar schon Rechtsanwälte ein höheres Strafmaß in Österreich für Tierquälerei fordern, wann bequemen sich dann endlich unsere anscheinend ...
Alexandra Pühringer
Straflosigkeit für Tierquäler!
Der ungeheuerliche Bericht über einen Tierquäler in Wien, der seinen Husky fast totgeschlagen hat, ihm Zähne ausgeschlagen hat, etliche Knochenbrüche ...
Hannes Loos
Demokratiedefizit
Laut einer Untersuchung des Parlaments halten 90% der jungen Menschen die Demokratie für die ideale Staatsform. Dennoch sieht der Bildungsminister ...
Michael Konrad
Bei der Verwaltung sparen!
Wenn unser Verkehrsminister Peter Hanke bei den ÖBB vor allem auf Führungsebenen (also bei der Verwaltung) einsparen will, dann möchte ich ihn dabei ...
Univ.-Doz. Dr. Kurt Stoschitzky

Voriger Tag
21.2.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt