Zumindest nicht vor dem Hohen Haus in Österreich und, ehrlich gesagt, ich verstehe das auch. Schließlich hält sich Österreich zugute, in der aktuellen Ukraine-Krise in humanitärer Hinsicht Großartiges zu leisten. Aber man weiß mittlerweile auch, dass Zelenskij, wenn er vor den Abgeordneten anderer Parlamente spricht, Forderungen stellt, die weit über humanitäre Hilfe hinausreichen, was auch verständlich ist, wenn man sich die prekäre Lage in seiner Heimat vergegenwärtigt. Womöglich könnte er auf die Idee kommen, ungeachtet unserer Neutralität, von Österreich ein noch viel größeres Engagement in diesem Krieg zu fordern und uns somit schmerzlich vor Augen führen, dass wir zwar als Gesellschaft viel tun für seine Landsleute, es aber noch immer viel zu wenig ist. Also lässt man ihn erst gar nicht zu Wort kommen: kein Zelenskij – kein schlechtes Gewissen!
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