Die Schlinge um den Hals der Österreicher zieht sich immer mehr zu. Zum einen würgt das Installationsverbot neuer Ölkessel ab 2021, zum anderen deren Abriss ab 2025, wenn sie älter als 25 Jahre sind. Und schließlich kommt 2035 das Aus für Heizöl. Nicht zu ändern, werden viele sagen; die Frage ist aber, wie wir in Zukunft unsere Bestandshäuser heizen sollen. Da wir nach Vorstellung der Grünen auch dem Gas irgendwann „Ade!“ sagen sollen, geht es ausschließlich um eine Stromwende. Das ist klarer Unfug, wie der letzte Beinahe-Blackout und die immer größer und kostspieliger werdenden Stromschwankungen zeigen. Hauptgrund dafür ist die überdimensionale Einspeisung alternativer Energien. Die einzig realistische Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist ein Hybridsystem, also die Stabilisierung durch Gaskraftwerke. In Deutschland werden ähnliche Koppelungen sogar im Bestandsbereich angeboten (Gas und Solar/Wärmepumpe), wofür allerdings die Grünen bei uns derzeit nicht zu haben sind. Daher werden solche Projekte bisher auch nicht unterstützt. Gas ist für die Grünen nur der ein wenig CO2-ärmere Bruder des Öls. Allerdings wird die Energiewende (derzeit ist es nur eine reine Stromwende) ohne das Back-up von Gas (grünes Gas, Bio-Gas) finanziell nicht machbar sein, weder im Bestandsbereich noch bei den Großenergieanbietern. Im Althausbestand werden bisher kaum mehr als zwei Prozent jährlich saniert. Sollte das Gasnetz auch noch wegfallen, mögen die Verantwortlichen einmal nachrechnen, wo sie 2030 stehen. Sollte man diese Problematik nicht bald erkennen, werden herbe Rückschläge für grüne Ideen nicht ausbleiben!
Herbert Höselmayer, Klostermarienberg
Erschienen am Mo, 8.2.2021
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