Liebe „Kronen Zeitung“, wenn ich auch nicht immer der Meinung vieler deiner Leserbriefschreiber im „Freien Wort“ bin – „Raus aus der EU“, „Unsere Grenzen schließen“, „Die Wiedereinführung der alten Schillingwährung“ usw. –, warst du doch viele, viele Jahre ein großer Teil meines Lebens. Als ich an einem trüben Novembertag im Jahr 1965 meinen ersten Arbeitstag in der Anzeigenabteilung begann, ahnte ich nicht, dass du und ich 35 Jahre zusammenbleiben würden. Ja, damals warst du, noch sehr jung, auf dem Zeitungsmarkt noch eine von vielen. Die Konkurrenz „Kurier“, „Express“, „Neues Österreich“ usw. übermächtig. Und du, das Kleinformat – „Kronen Zeitung“. Wir freuten uns, wenn wir den Umfang je nach Anzeigen auf 20 ja, manchmal sogar auf 24 Seiten erweitern konnten. Ja, damals waren wir schon eine Familie, jeder kannte jeden, ob Redaktion, Anzeigen oder Vertrieb. Es waren stürmische Zeiten, die Beschlagnahmung, der Rauswurf der beiden Herausgeber, die politische Besetzung. Der Spuk war jedoch bereits nach wenigen Tagen vorbei, ich erinnere mich an den Einzug unseres Chefs Hans Dichand im Konfettiregen vor dem Pressehaus. Doch danach ging es steil aufwärts, die Auflage wurde aufgrund Deiner Beliebtheit immer mehr, auch dank Deinen Edelfedern „Staberl“ – Richard Nimmerrichter, „Adabei“ – Roman Schliesser, „Das kleine Bezirksgericht“ – Günter Fritsch, „Menschlich betrachtet“ – Reinald Hübl, Sport – Michael Kuhn etc., und bald hattest du die Zahl von einer Million Leser überschritten. Du warst die Nummer eins und bist es mit einer weiteren sagenhaften Steigerung noch heute. Und jetzt bist du 60, eine sechzigjährige Erfolgsgeschichte made in Österreich. Du kannst stolz sein, genauso wie ich, der dich in diesem Erfolg 35 Jahre lang begleiten durfte. Alles Gute! Dein ehemaliger Mitarbeiter
Horst Schaller, per E-Mail
Erschienen am Fr, 12.4.2019
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