Das freie Wort

Katastrophe in Genua

Szenen wie in einem Katastrophenfilm spielten sich am Dienstag um 11.35 Uhr auf der vierspurigen 1967 eröffneten ,,Morandi“-Autobahnbrücke über der italienischen Hafenstadt Genua ab: Während eines Gewitters mit sintflutartigen Regengüssen soll ein Blitz einen Brückenpfeiler getroffen haben, wobei der Zement danach zu bröckeln begann und dann ein etwa 200 Meter langer Brückenabschnitt samt 35 Autos und drei Lastkraftwagen von etwa 45 (!) Meter Höhe auf darunterliegende Häuser, Bahngleise und Fabrikhallen gestürzt war; ein Teil der Fahrbahn versank auch im Fluss Polcevera. Unmittelbar vor der Brückenabbruchkante (!) standen Fahrzeuge, die noch rechtzeitig stoppen konnten. Nach Aussagen von Verkehrsminister Danilo Toninelli sei nicht genug für die Instandhaltung dieses Bauwerks getan worden. Er schloss aber die derzeit stattfindenden Bauarbeiten (!) zur Stärkung des Fundaments der Fahrbahn als Unglücksursache aus. Manche Experten vermuten „strukturelle Schwächen am Brückenbau“ als Einsturzursache, wobei durch die Wassermassen Teile des Fundaments aufgeweicht oder weggeschwemmt worden sein könnten. Die Bilanz dieser Katastrophe umfasst mindestens 42 Tote. Die Helden waren für mich die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz, die auch in den Nachtstunden mit Scheinwerferlicht und Spürhunden noch Dutzende Menschen aus den Trümmern bergen konnten.

Dr. Marian Katschnig, Baden

Erschienen am Fr, 17.8.2018

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