Die Kommission bezeichnete die "Aufdeckung der gängigen Praxis der Rennställe, die das Team betreuende Ärzte zusätzlich und ohne Kenntnis des Universitätsklinikums zu entlohnen", als "wesentliches Ergebnis" ihrer Arbeit. Sie hielt es außerdem für wahrscheinlich, dass auch von 2001 bis 2005 an der Klinik unerlaubte Praktiken zur Leistungssteigerung angewendet worden waren. Auch ging der Bericht davon aus, dass neben Sinkewitz weitere Fahrer zum Doping nach Freiburg gekommen seien. Deren Namen nannte die Kommission jedoch nicht.
Der ehemalige T-Mobile-Fahrer Sinkewitz war während der Tour de France 2006 zum Eigenblut-Doping nach Freiburg an die dortige Universitätsklinik gefahren. Im Mai 2007 hatten die früheren T-Mobile-Teamärzte Andreas Schmid und Lothar Heinrich gestanden, Doping einzelner Profis unterstützt zu haben.
"EPO-Kur" von Zabel
Auch zum Fall des deutschen Radprofis Erik Zabel äußerte sich die Freiburger Kommission. Zabel soll bereits während der Tour de Suisse 1996 gedopt gewesen sein. Im Bericht ist von einer "dreiwöchigen EPO-Kur" die Rede.
Der ehemalige T-Mobile-Fahrer hatte am 24. Mai 2007 eingeräumt, "kurz vor der Tour de France" 1996 EPO bei einem "einmaligen Test" benutzt zu haben. Die Tour de Suisse lief im angesprochenen Jahr von 11. bis 20. Juni, die Tour de France begann am 29. Juni.
Kommissionsvorsitzender Hans Joachim Schäfer konkretisierte außerdem die Erkenntnisse über weitere Eigenblut-Gedopte neben Sinkewitz im Jahr 2006 und sprach von zwei weiteren Fahrern, die in Freiburg gewesen seien. Zu Sinkewitz' Aussage, er sei nach der ersten Etappe der Tour de France alleine nach Freiburg gefahren, meinte Schäfer: "Es existiert der Hinweis, dass es noch ein weiteres Fahrzeug gab."
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