"Es geht mir gut"

Aksel Lund Svindal ist wieder da!

Sport
18.01.2008 16:41
Er will so schnell wie möglich in den Weltcup zurück, und wird das erste Mal unter Ausschluss der Öffentlichkeit wieder auf Skiern stehen. Aksel Lund Svindal hat am Donnerstagabend bei einem Medientermin seiner Skifirma Atomic wieder Weltcupluft geschnuppert - mit glänzenden Augen und einem Strahlen im Gesicht. Die fünfzehn Kilogramm Gewichtsverlust nach dem schweren Sturz am 27. November 2007 in Beaver Creek konnte der Norweger nicht verbergen, den Hunger nach den Rennsport allerdings auch nicht.

"Es geht mir sehr gut, in den vergangen zwei Wochen habe ich große Fortschritte gemacht, ich hoffe, dass es so weiter geht", sagte Svindal, der zu "Ich bin wieder hier" von Marius Müller-Westernhagen begrüßt wurde und anschließend einen Interview-Marathon absolvierte wie nach einem Weltmeistertitel. Warum er Kitzbühel als Comeback wählte, ist schnell erklärt. "Hier will jeder Rennläufe sein, hier will auch ich sein. Hier sind viele Leute, viele Journalisten, das ist eine gute Möglichkeit. Es ist ein gutes Timing, hier in Kitzbühel so ein kleines Comeback zu haben", bedankte sich der Gesamtweltcupsieger des vergangenen Jahres auch bei den Kollegen für das herzliche Willkommen.

Die Ärzte sind mit seinen Fortschritten sehr zufrieden, theoretisch darf Svindal auch schon wieder auf Skiern stehen. "Ich kann, wenn ich möchte. Ich werde nicht sagen, wann das sein wird. Ich will dabei meine Ruhe haben und ich will es genießen." Dass er so schnell wie möglich wieder Rennen fahren will, ist auch klar. "Ich will schnell zurück, aber nicht zu schnell. Wenn ich sage, ich werde bald zurück sein, dann habe ich keinen Respekt vor meinen Mitstreitern. Und ich habe viel Respekt vor ihnen und dem Sport."

Kein Termin fürs Comeback
Einen möglichen Comebacktermin nannte Svindal nicht, definitiv ausgeschlossen hat er eine Rückkehr noch in diesem Skiwinter aber auch nicht ganz. "Ich habe keine Ahnung. Wenn alles gut geht, dann wird es schwer für mich, nicht zu fahren. Aber ich muss hundertprozentig wieder da sein. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich wieder gewinnen, dass ich wieder aufs Podest fahren kann und im Kopf bereit bin. Es ist mir lieber, noch vier, fünf, zehn Rennen auszulassen, als drei Jahre früher meine Karriere zu beenden, weil ich zu früh wieder begonnen habe."

Er wolle nun keinesfalls etwas Dummes machen. Schließlich habe er viel Gewicht, viel Muskelmasse verloren und müsse erst wieder konditionell auf die Höhe kommen, um wieder "Gas geben" zu können. Ob der Unfall sein Leben und Denken verändert habe, könne er nicht beantworten. "Wer man ist, das ist ein Entwicklungsprozess. Es ist zu früh, diese Frage zu beantworten."

Svindal hat bei dem Sturz unter anderem eine tiefe Schnittwunde im Gesäßbereich erlitten. Er hat den Sturz mittlerweile auch schon ein paar Mal gesehen, weil er zahlreiche Auftritte in norwegischen TV-Stationen hatte und ihn dort vorgespielt bekam.

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(Bild: KMM)



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