17.01.2008 12:25 |

Neue Aerodynamik

Neuer Red-Bull-Bolide in Spanien vorgestellt

Am dritten und letzten Tag der Formel-1-Testfahrten in Jerez de la Frontera (Spanien) hat Red Bull Racing am Mittwoch erstmals den neuen RB4 gezeigt. David Coulthard hatte die Ehre, jenes Auto, das Red Bull heuer den ersten Sieg in der F1-Weltmeisterschaft bescheren soll, bei leichtem Regen über den südspanischen Kurs zu pilotieren.

Um exakt 10:27 Uhr lenkte Coulthard den blauen Renner erstmals aus der Boxengasse, um eine Installationsrunde zu absolvieren. "Mit einem neuen Auto ist man naturgemäß vorsichtig und will in erster Linie nichts kaputt machen", erklärte der schottische Routinier nach dem Kurzauftritt am Vormittag. Erst für den Nachmittag und da vor den Augen des extra angeflogenen Red-Bull-Bosses Dietrich Mateschitz war dann auch ein Longrun geplant.

Bilder des RB4 gibt's in der Infobox!

Der RB4 ist so neu, dass vorerst in erster Linie Daten erhoben werden. Auch kommende Woche in Valencia wird nur ein neues Auto neben einem RB3 testen, erst bei den Tests Anfang Februar in Barcelona werden dann zwei RB4 eingesetzt, erklärte der Technische Direktor, Geoff Willis. Willis gehört seit Juli 2007 dem Team an, seitdem kann sich sich Star-Designer Adrian Newey auf "das ganze Bild" konzentrieren.

Neuer Bolide kompakter
Das neue Auto ist kompakter, gleich lang wie im Vorjahr, hat aber wegen des Wegfalls der Traktionskontrolle eine verfeinerte Aerodynamik. Im Wesentlichen ist der RB4 aber eine Weiterentwicklung des RB3 und hat laut Newey "Fundamentales" vom alten Auto. Deutlich verbessert haben soll sich aber die Standfestigkeit. Speziell jene des Getriebes, das im Vorjahr die Achillessehne der "Bullen" war und das heuer für gleich vier GP-Rennen halten muss.

Newey ist überzeugt, dass man auf dem richtigen Weg ist. "Denn die Standfestigkeit im vergangenen Jahr war unakzeptabel. Wir haben die Probleme aber erkannt und gelöst", gab er sich zuversichtlich. Bei Red Bull Racing hoffte man sehr darauf, dass Neweys Ideen endlich auch im ersten Sieg münden. Die fehlende Traktionskontrolle wird in erster Linie durch die Aerodynamik und das Fahrwerk kompensiert. Zum Aussehen des neuen Autos meinte RB-Berater Helmut Marko. "Sehr schön. Aber das spielt keine Rolle, schnell muss er sein."

Buemi neuer Ersatz- und Testfahrer
Neuer Test- und Ersatzfahrer bei Red Bull ist ab sofort der Schweizer Sebastian Buemi. Der 19-Jährige ersetzt den Deutschen Michael Ammermüller. "Diese Berufung ist ein großer Schritt nach vorne für mich", sagte Buemi.

Auch das zweite RB-Team Toro Rosso testete in Jerez. Das Team von Mateschitz und Gerhard Berger wird aber vorerst mit dem alten STR2 in die Saison starten und erst in Istanbul den neuen STR3 aufbieten können.

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