15.01.2008 17:01 |

Blitzschneller Bayer

BMW-Sauber stellt neuen Formel-1-Boliden vor

Nick Heidfeld schwärmte am Montag vom "schönsten Auto, das ich jemals gesehen habe". Mit dem neuen BWM-Sauber F1.08 will der deutsche Formel-1-Rennstall in diesem Jahr den ärgsten Rivalen Ferrari sowie McLaren-Mercedes in die Parade fahren und den ersten Sieg schaffen. "In dem neuen Wagen steckt alles, was wir in zweieinhalb Jahren gelernt haben. Es ist ein großer Schritt", erklärte Motorsportchef Theissen, nachdem das Geheimnis um den weiß-blauen Boliden in München gelüftet wurde.

"Unser klares Ziel ist es, ein Rennen zu gewinnen", betonte Heidfeld, der 2007 als Fünfter bester deutscher Pilot gewesen war und schon vor der Präsentation angekündigt hatte, dass sich die Konkurrenz wundern werde. Zusammen mit dem 30-Jährigen wird der 23-jährige Pole Robert Kubica an den Start gehen. Wer den Posten als Test- und Ersatzfahrer nach dem Abgang des Deutschen Timo Glock zu Toyota bekommt, soll bis Ende dieses Monats entschieden werden.

Erstmals auf der Rennstrecke wird der F1.08, an dem vor allem ein massiver Frontflügel ins Auge sticht, an diesem Dienstag bei den offiziellen Tests in Jerez de la Frontera auf Herz und Nieren geprüft. "Ich kann es kaum erwarten, ich bin sehr gespannt", sagte Heidfeld. Nach seinen beiden Podestplätzen im vergangenen Jahr als Zweiter in Kanada und Dritter in Ungarn will Heidfeld 2008 weiter auf der Überholspur bleiben.

"Wir sind sind zuversichtlich, dass es mehr als ein Zweikampf wird", prophezeite Theissen in Anspielung auf die Rivalen in Rot und Silber. Damit rechnet auch Ferrari-Berater Michael Schumacher: "Es wird einen sehr engen Kampf zwischen den beiden Top-Teams geben. Aber ich denke, dass Renault und BMW in der Lage sein werden, die Lücke zu schließen und in die Top 2 vorzustoßen", lautete die Einschätzung des siebenfachen Champions.

Die Latte liegt hoch
In der vergangenen WM-Saison war BMW-Sauber auf den zweiten Platz vorgerückt, nachdem McLaren-Mercedes, das ebenso wie Ferrari seinen neuen Rennwagen schon vorgestellt und getestet hat, wegen der Spionage-Affäre alle Punkte abgezogen worden waren. Für das Team bedeutete der Vize-Weltmeistertitel in seinem zweiten Jahr einen Riesenerfolg.

Auch wenn Technikdirektor Willy Rampf für den Saisonauftakt am 16. März in Melbourne bereits weitere Veränderungen ankündigte, fielen bei der Vorstellung des neuen Autos die Flügel aus. Neben dem Frontbereich ziert ein weiterer zusätzlicher Flügel auch das Heck. Sie seien wichtig, um dem Auto Stabilität zu verleihen, nachdem die Traktionskontrolle in dieser Saison verboten ist, erklärte Rampf.

Pilot Kubica ist wie das gesamte 730-köpfige Team, das an dem neuen Renner gearbeitet hat, zuversichtlich. "Wir haben die richtigen Leute an den richtigen Stellen", betonte der Pole, der im vergangenen Jahr einen schweren Unfall in Montreal unbeschadet überstanden hatte. "Hoffentlich können wir den Fans dieses Jahr einen Sieg schenken", meinte Kubica.

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