Die Österreicher waren zu Beginn besser, verabsäumten es aber, in Führung zu gehen. Erwin Hoffers Heber nach einem Stankovic-Idealpass in den Lauf fiel zu schwach aus, der Rapid-Stürmer wurde dabei allerdings vom belgischen Schlussmann „elfmeterreif“ zu Fall gebracht (7.). Aus dem Nichts wurden die Belgier gefährlich. Zuerst profitierte Jeanvion Yulu-Matondo von einer misslungenen Abseitsfalle der Österreicher, sein Schuss ging allerdings an die Latte (10.). Drei Minuten später ließ Anderlechts Jonathan Legear Rapids Andreas Dober mit einem Haken aussteigen und traf ins lange Eck zum 0:1 (13.).
Traumtor zum 1:1
Danach war die Zsak-Elf bemüht und schaffte trotz fehlender Großchancen den Ausgleich. Der 21-jährige Rieder Harun Erbek nahm sich aus rund 40 Metern ein Herz und sein seitlicher Halbvolleyschuss landete genau im Kreuzeck (32.). „Ich habe mir gedacht 'No risk, no fun'. Es war ein Traumtor, ein bisschen ein Glück war natürlich dabei“, meinte der Torschütze zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel verschliefen die Österreicher die Anfangsphase und wurden dafür schnell bestraft: Yulu-Matondo schoss für die Belgier zum 2:1 (52.) ein. In der Folge waren Kapitän Stankovic und Co. dem Ausgleich näher, hatten allerdings zweimal Pech. Ein von Junuzovic kurz abgespielter Dober-Freistoß ging an die Latte (62.), dazu wurde Hoffer zum zweiten Mal im Strafraum gelegt, die Pfeife von Schiedsrichter Cesar Muniz Fernandez blieb aber neuerlich stumm (71.).
Drei Spitzen sichern den Sieg
In der Schlussphase brachte Zsak mit Okotie (für Stanislaw) eine dritte Spitze und wurde dafür belohnt. „Ich bin sehr froh. Ich habe mit der Einwechslung nochmals einen Akzent gesetzt und es ist Gott sei Dank aufgegangen“, erklärte Zsak. Nach einem Junuzovic-Freistoß scheiterte Okotie am belgischen Goalie, via Klein kam der Ball aber zum Innsbrucker Michael Madl („Ich habe einfach draufgehalten“), der zum 2:2 einschoss (81.).
Nachdem die Belgier durch Sevilla-Legionär De Mul den Matchball ausgelassen hatten (86.), gelang Okotie nach einem Junuzovic-Freistoß und Gestocher in der Nachspielzeit noch der 3:2-Siegestreffer für die ÖFB-Elf. „Ich bin sehr stolz, wir haben 90 Minuten gefightet, das Spiel umgedreht und damit einen riesen Schritt in Richtung Kreuzspiele gemacht“, meinte Stankovic.
Tabellenführer
Die Zsak-Elf liegt damit vor dem Duell in Zypern (Dienstag, Paralimni, 13:30 MESZ) nach dem zweiten Sieg gegen die Belgier (1:0 auswärts durch Schiemer-Tor) mit elf Punkten vor der Slowakei (8), Belgien (4), Zypern (3) und Island (3) an der Spitze. Die drei schwächeren Teams haben aber ein Spiel weniger ausgetragen. „Wir fliegen am Sonntag nach Zypern, es erwartet uns ein sehr schwieriges Match. Wenn wir dort bestehen, schaut es für den Aufstieg ganz gut aus“, sagte der ÖFB-U21-Teamcoach.
In das Play-off (Hin- und Rückspiel) steigen die jeweils Tabellenersten sowie die vier besten Zweiten der zehn Gruppen auf. Die Sieger sind für die EM-Endrunde 2009 vom 14. bis 27. Juni in Schweden qualifiziert. Das Achter-Starterfeld in Skandinavien komplettiert der Gastgeber.
Symbolbild








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