17.10.2007 19:46 |

Peinlicher Irrtum

Tiroler Lehrer in Handschellen abgeführt

In Umhausen im Tiroler Ötztal ist für einen Volksschullehrer ein Albtraum wahr geworden. Der Pädagoge wurde im Zuge einer Fahndung nach einem Kindesentführer mit dem Täter verwechselt und in Handschellen aus der Schule abgeführt. Wenig später stellte sich zum Glück seine Unschuld heraus...

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben mehrere Kinder am Freitag via Notruf die Polizei verständigt, dass sie beim Spielplatz in der Nähe der Schule von einem Mann verfolgt würden. Dieser sei zuvor aus einem roten Auto ausgestiegen. Da die Personenbeschreibung auf den Lehrer zutraf und er noch dazu ein rotes Fahrzeug besitzt, schrillten bei den Beamten die Alarmglocken.

Als sie den 30-Jährigen am späten Nachmittag allein in einem Klassenzimmer antrafen, legten sie ihm die Handschellen an und brachten ihn zum Dienstwagen. Die Gegenüberstellung ergab dann, dass es sich bei dem Lehrer nicht um den gesuchten Tatverdächtigen handelt.

Nach Ansicht des stellvertretenden Bezirkspolizeikommandanten von Imst, Herbert Ladner, reagierten die Einsatzkräfte überzogen. "Sie sind von Fluchtgefahr ausgegangen. Im Nachhinein zeigt sich aber, dass die Handschellen nicht nötig gewesen wären", sagte er.

Seit einigen Wochen kursieren in der Gemeinde Gerüchte, dass sich ein Unbekannter an Kinder heranmache. Einen konkreten Hinweis auf strafbare Handlungen gebe es bisher aber nicht.

Symbolbild

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