15.10.2007 17:34 |

Drei ÖBB-Tote

Fahrlässigkeit als Unglücksursache

Der Unfall auf der Ostbahn in Götzendorf an der Leitha (Bezirk Bruck an der Leitha), bei dem am Freitagvormittag drei Gleisarbeiter von einem Personenzug erfasst und getötet wurden, ist auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. Das haben nach Angaben der ÖBB die Ermittlungen der Untersuchungskommission ergeben. Die drei Bediensteten hatten ihre Tätigkeit im Gleisbereich demnach nicht angemeldet.

Laut ÖBB wurden die Untersuchungen Montag früh abgeschlossen. Bei der "Auswertung aller Fakten" sei es vor allem auch um den Sprachspeicher des zuständigen Fahrdienstleiters in Götzendorf gegangen. Dabei habe sich ergeben, dass die drei Bauarbeiter ihre Tätigkeiten im Gleisbereich - im Gegensatz zur Nacht auf Freitag - nicht angemeldet hatten. Bei den Kontrollarbeiten in der Früh sei dies "fahrlässig vergessen" worden, so die ÖBB in einer Aussendung.

Die Bundesbahnen wiesen darauf hin, dass Arbeiten im Gleisbereich dem zuständigen Fahrdienstleiter gemeldet werden müssten. Dabei sei auch zu definieren, welche Sicherungsmaßnahmen - von fernmündlicher Vorwarnung bis zur Sperre der jeweiligen Gleise - für den Schutz der Mitarbeiter erforderlich sind.

Der Unfall hatte sich am Freitag kurz vor 9.30 Uhr ereignet. Die drei Gleisarbeiter aus Niederösterreich und dem Burgenland, die als "erfahren" galten, waren vom aus Gramatneusiedl kommenden Personenzug 2699 erfasst und auf der Stelle getötet worden.

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