12.06.2007 19:03 |

Raser gestoppt

Polizei stoppt illegale Autorallye

Eine illegale Autorallye durch Mitteleuropa ist am Montag in Deutschland bei Düsseldorf und in Köln von der Polizei gestoppt und daraufhin von den Veranstaltern beendet worden. Die meist britischen Teilnehmer der mehrtägigen Rallye "Modball 2007" waren am Sonntag in London gestartet.

Nach Amsterdam war Köln die zweite Station auf dem Weg zum Zielort Genf. Anfang Mai war die traditionelle "Gumball"-Rallye abgebrochen worden, nachdem bei einem Unfall in Mazedonien ein nicht am Rennen beteiligter 67-Jähriger ums Leben gekommen war.

Nach Angaben der Zeitung "Express" gab es 143 Teilnehmer an der "Modball 2007". Weil sie gegen das Verbot von Autorennen auf öffentlichen Straßen verstoßen hatten, wurden Bußgeldverfahren eingeleitet. Sie mussten jeweils 175 Euro so genannte Sicherheitsleistung zahlen. Die Polizei begleitete die Teilnehmer anschließend in Konvois von 15 bis 20 Wagen zur belgischen Grenze. Dort sollten sie von belgischen und danach von französischen Polizisten zur Kanalfähre nach Calais begleitet werden, berichtete die Polizei Köln am Dienstag.

Die Autobahnpolizei Düsseldorf hatte am Montagmittag als erste Behörde von dem Rennen erfahren. Autofahrer hatten berichtet, dass auf der A 3 getunte Autos mit gleichen Aufklebern und Startnummern Richtung Süden unterwegs waren. Von waghalsigen Überholmanövern und Geschwindigkeitsübertretungen war die Rede. "Einer soll während der Fahrt seinen Oberkörper aus dem Auto gehalten haben und dabei gefilmt worden sein", sagte Polizeisprecher Gunter Herring in Düsseldorf.

Erwischt wurde ein 22-Jähriger, der auf dem Seitenstreifen ein Auto rechts überholte. Er verlor seinen Führerschein und musste 1.500 Euro zahlen. Insgesamt 15 Wagen wurden zunächst auf einem Rastplatz in Solingen bei Düsseldorf sichergestellt. Erst nach Zahlung von Sicherheitsleistungen in Höhe von 70 bis 1.000 Euro konnten sie zu den anderen Rallyeteilnehmern nach Köln fahren, wo die Veranstalter die Rallye abbrachen.