02.06.2007 14:41 |

Aus Zelle verlegt

Mörder hielt es mit Helmut Elsner nicht mehr aus

Dass der 72-jährige Helmut Elsner kein einfacher Häftling ist, das ist allen klar. Jetzt hat auch ein wegen Mordes verurteilter Wiener die Zellengemeinschaft mit dem früheren BAWAG-Chef aufgelöst. Er hielt es mit ihm nicht aus. Angeblich deshalb, weil er für den einst so mächtigen Banker nicht das "Stubenmädchen" spielen wollte...
Der wegen Mordes an seiner Freundin zu 18 Jahren Haft verurteilte, hoch gebildete Mann wurde ursprünglich mit Helmut Elsner in eine Zelle in der Krankenabteilung der Haftanstalt Wien-Josefstadt gelegt. Man wollte Elsner damit einen Gesprächspartner seines Bildungsgrades zur Verfügung stellen...

Verlegung nach Streit
Doch der BAWAG-Häftling erwartete sich, wie im Landesgericht kolportiert wird, nicht nur nette Plauderstunden - sondern mehr. Die Zelle muss ja jeden Tag gereinigt, die Betten gemacht werden. Und Elsner ging offenbar davon aus, dass der Mörder diese Aufgabe übernehmen würde. Inklusive Putzen der Dusche und Aufschlagen des Kopfpolsters. Was der Zellengenosse empört verweigert haben dürfte. Nach dem Streit verlangte der Mann, dass die Zellengemeinschaft mit Elsner aufgelöst wird. Die beiden wurden getrennt.

"Wie sich die Insassen untereinander verstehen, da bring' ich mich nicht ein", sagte der Ärztliche Leiter der Haftanstalt. Derzeit sei die Verständigung Elsners mit seinen beiden neuen Zimmergenossen gut, so weit er dies von außen abschätzen könne. Der Zimmerwechsel von Häftlingen komme immer wieder vor, das sei "nichts Dramatisches", betonte Schopper.

Von der Leitung der Haftanstalt heißt es lapidar: "Mit Herrn Elsner gibt es keine Probleme."

Von Peter Grotter und Krone.at

Freitag, 18. Juni 2021
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