01.02.2007 13:16 |

Gar nicht lustig

Werbung mit "Bomben": Terror-Großalarm

Im Zentrum von Boston deponierte Pakete mit einer elektronischen Leuchtanzeige haben Mittwochabend Panik ausgelöst. Die vermeintlichen Schaltbretter mit heraushängenden Drähten wurden von verängstigten Bürgern als potenzielle Sprengsätze angesehen. Wie sich jedoch herausstellte, handelte es sich um Werbeartikel für die Zeichentrickserie eines Kabelsenders. Die Polizei nahm zwei Beteiligte fest.
Bei der ersten Ortung der mysteriösen Pakete gab es in Boston Großalarm. Straßen, Brücken und Teile des Flusses Charles wurden gesperrt, polizeiliche Sondereinheiten zur Bombenentschärfung rückten an. Bürgermeister Thomas Menino erklärte, der Einsatz habe die Stadt vermutlich mehr als 500.000 Dollar gekostet. Er zeigte sich sichtlich verärgert über die seiner Meinung nach geschmacklose Kampagne und kündigte strenge Strafen für die Verantwortlichen an.


Bei den beiden Festgenommenen handelte es sich um einen Künstler und einen Techniker. Sie sollten wegen Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung dem Haftrichter vorgeführt werden.


Männchen mit obszöner Geste
Die verdächtigen Installationen mit blinkenden Punkten zeigten ein Männchen, das in obszöner Geste den Finger hebt. Die Produktionsfirma Turner Broadcasting erklärte, dies sei Teil der Werbung für die Kultserie "Aqua Teen Hunger Force" über die Abenteuer eines sprechenden Milchshakes, einer Tüte Pommes Frites und eines Fleischleibchens. Die Artikel seien in zehn Städten verteilt worden, unter anderem auch in New York, Chicago, Los Angeles und San Francisco.