16.01.2007 17:39 |

Arnie for President

Wird Arnie doch US-Präsident?

Während die größten Stars der Welt die Gewinner der Golden Globes im Beverly Hilton gefeiert haben, ist eine neue Kampagne zur Wahl von Gouverneur Arnold Schwarzenegger als Präsident der USA angerollt. Den Startschuss dazu hat die "Los Angeles Times" gegeben, die einst zu den schärfsten Gegnern des "Steirerbuben" zählte.

Aber auch der Nachrichtensender CNN brachte einen Sonderbericht über neue Initiativen, die dem in Österreich geborenen einstigen Mr. Universum über eine Verfassungsänderung zum mächtigsten Amt der Welt verhelfen sollen.

"Warum soll unser Gouverneur nicht Präsident werden, nur weil er aus Österreich zu uns kam?", schreibt die "Los Angeles Times", die "Arnie" noch vor drei Jahren als "Grapscher" verleumdet hatte. Und CNN-Kommentator Bill Schneider brachte es auf den Punkt: "Es sind bereits 27 im Land geborene Kandidaten im Rennen, warum soll nicht auch ein Einwanderer kandidieren? Schwarzenegger ist ideal dafür geeignet." Gleichzeitig verwies der Sender auf die Popularitätswerte des Gouverneurs, die mit 68 Prozent das Doppelte von US-Präsident George Bush betragen.

Ruf nach Kandidatur wird immer stärker
Aber es ist vor allem die Reformpolitik Schwarzeneggers, die den Ruf nach seiner Kandidatur immer stärker erklingen lässt: Sein Kampf gegen die Auspuffgase, seine Pläne für neue Energie aus Sonnenstrahlen, Wasserstoff und Biodiesel sowie eine allgemeine Gesundheitsversicherung nach europäischem Muster machen schon seit Monaten Furore.

"Ich habe Arnold gebeten, Demokrat zu werden", erklärte Superstar Warren Beatty vor der versammelten Golden-Globes-Runde, unter der sich auch der Gouverneur befand. "Und er ist mir gefolgt!" Zumindest ideologisch. Auch Warren Beatty tritt für eine Verfassungsänderung zu "Arnies" Gunsten ein.

Schwarzenegger lächelte nur dazu und gab sich bescheiden wortkarg, als er auf Krücken die Riesenshow abschloss.

Hans Janitschek, Kronen Zeitung