Di, 17. Juli 2018

Kundin angeklagt

09.01.2018 15:37

"Misslungenen" Grabstein nicht bezahlt - Prozess

Nicht alltäglicher Betrugsprozess am Landesgericht: Es ging um einen Todesfall, Begräbniskosten und den Grabstein. Die Tochter eines Verstorbenen hatte das Werk des Steinmetzes nicht gezahlt, nach verstrichenen Fristen führte sie plötzlich arge Mängel ins Feld. Letzteres rettete sie aber nicht vor einer Verurteilung.

"Ja, ich habe einen Dickschädel", begründete die Frau, warum sie die rund 7000 Euro teure Grabanlage nicht bezahlt hatte. Zunächst holte sie die Rechnung nicht beim Steinmetz ab, dann bestritt sie den Erhalt per Post, danach verstrichen erneut Zahlungsfristen. Die Angeklagte führte ins Treffen, dass sie aufgrund der Pflege ihres schwerkranken Mannes und der betagten Mutter einiges andere "hängen ließ". Der Steinmetz schilderte: "Als die Schlinge enger wurde, gab es plötzlich diese Reklamationen."

"Statue wie eine Leprakranke"

Dazu stand die Unterländerin auch gestern: "Die Statue der Mutter Gottes sieht aus wie eine Leprakranke und bei der Laterne fehlen die Lüftungsschlitze." Der Steinmetz verwies darauf, dass nicht einmal eine Teilzahlung geleistet wurde, zu einer Rücksendung der Gusseisenfigur zur Reparatur sei er deshalb nicht bereit gewesen.

Geldstrafe verhängt

Gegen die Frau waren trotz ordentlicher Einkünfte bereits andere Exekutionen anhängig. "Sie hätten daher erkennen müssen, dass sie womöglich nicht zahlen können", sagte der Richter und verhängte gegen die Unbescholtene 480 Euro Geldstrafe.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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