Wollte Kinder retten

Wanderer von Stein getroffen und schwer verletzt

Steiermark
05.01.2018 14:01
Porträt von Manfred Niederl
Von Manfred Niederl

Um drei zur Gruppe gehörende Kinder zu schützen, wollte am Donnerstag am Zigöllerkogel nordwestlich von Köflach ein 49-jähriger Weststeirer einen Stein auffangen, den ein Wanderer auf dem Steilhang losgetreten hatte. Dabei erlitt er schwere Kopfverletzungen. Er wurde mittels Tau geborgen und zum LKH Graz geflogen.

Vier Erwachsene und drei Kinder (ein Mädchen, zwei Buben) unternahmen am Donnerstag eine Wanderung auf den Zigöllerkogel. Der Berg ist zwar nur 684 Meter hoch, weist dafür aber sehr steile, aus brüchigem Kalkstein bestehende Hänge sowie zahlreiche weit verzweigte Höhlen auf.

Schwere Kopfverletzungen
In der Nähe einer Höhle, des so genannten Heidentempels, kam es gegen 16 Uhr 180 Meter unterhalb des Gipfels zum folgenschweren Unglück. Ein Wanderer trat versehentlich einen Stein los. Das sah der 49-Jährige und wollte das "Geschoß" fangen, noch ehe es eines der hinter ihm gehenden Kinder erwischen konnte. "Der Mann wurde oberhalb des rechten Auges mit voller Wucht auf der Stirn getroffen und erlitt schwere Kopfverletzungen", berichtet ein Alpinpolizist.

Bergung mittels Tau
Sieben Bergretter der Ortsstellen Köflach und Voitsberg stiegen zum Verunglückten auf. Er wurde mittels Tau geborgen und zum LKH Graz geflogen. Ob das rechte Auge gerettet werden kann, ist noch ungeklärt. Nach dem Abtransport kümmerten sich Einsatzkräfte um den Rest der Gruppe. Bergretter Markus Janko: "Es wurde langsam dunkel. Deshalb haben die Polizisten und wir die Leute ins Tal begleitet. Wäre das nicht passiert, hätten sich die Wanderer in der Dunkelheit verirren können, was wiederum eine Suchaktion ausgelöst hätte. Die haben wir erfolgreich verhindert."

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