An Rechnungshof:

Land meldete falsche Zahlen über Spitalspersonal

Zerknirscht räumt man in der Personaldirektion des Landes einen peinlichen Fehler ein: Weil dem Bundesrechnungshof (irrtümlich) falsche Zahlen über den Mitarbeiterstand in den Landesspitälern gemeldet wurden, berichtete dieser in einem Prüfbericht über einen 10-prozentigen Personalabbau in den Landeskrankenhäusern. Den gab es aber gar nicht.

"Personalabbau in Spitälern" titelte die "Krone" am Mittwoch, weil man sich auf Fakten in Berichten des Bundesrechnungshofes gewöhnlich verlassen kann. Allein, diesmal leider nicht - doch hauptschuld ist nicht der Rechnungshof, sondern die Personaldirektion des Landes Oberösterreich: Die meldete den Prüfern falsche Zahlen über den Personalstand in den Landesspitälern, die ohne Gegencheck von der Spitälerholding Gespag Eingang in den Rechnungshofbericht fanden. Denn Schwerpunkt der Prüfung waren ja die Pensionen im Landedienst und nicht so sehr das aktive Personal.

Nicht-Abbau von fast 600 Mitarbeitern
So aber kam der Rechnungshof zum Schluss, es seien in den oberösterreichischen Landeskrankenanstalten von 2010 bis 2015 (in Vollzeitäquivalenten) fast 600 Mitarbeiter abgebaut worden - immerhin 9,9 Prozent! Die Spitälerholding Gespag protestierte nach dem "Krone"-Bericht umgehend: Es habe keinen Personalabbau gegeben, im Gegenteil. Die weit höheren Mitarbeiterzahlen aus den Gespag-Geschäftsberichten bestätigen das auch. Des Rätsels Lösung: Das Land hat nur die tatsächlichen Vollzeitbeschäftigten an den Rechnungshof gemeldet, die in Vollzeitstellen umzurechnenden Teilzeitbeschäftigten aber nicht.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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