12.12.2017 15:17 |

Gezielte Kontrollen

Anstieg um 30 Prozent: Ansturm auf Firmen-Pickerl

Der Kampf um die Parkplätze auf Wiens Straßen ist um eine weitere Facette reicher: Seit Sommer gibt es einen massiven Anstieg beim "Pickerl für Unternehmer". So wurden laut der zuständigen MA 65 um rund 30 Prozent mehr Parkkleber beantragt. Gezielte Kontrollen sollen aber den Missbrauch verhindern.

Die Parkkleber (früher Parkkarten) für Firmen sind das Gegenstück zum Pickerl für die Anrainer. Einen wesentlichen Unterschied gibt es: Betriebe mit Transport- und Servicetätigkeiten können die Genehmigung auch für andere "Pickerlbezirke" beantragen und damit dort günstige Tages- sowie Wochenparkscheine erwerben.

Leichtere Antragstellung führt zu starkem Anstieg
Der Ansturm auf die Parkkleber hat mehrere Ursachen: Zum einen wurde die Antragstellung vereinfacht. So müssen die Unternehmer nicht mehr vorab den Bedarf bis ins Detail nachweisen. Die Bewilligung wird - sozusagen als Vertrauensvorschuss - automatisch erteilt. Zum anderen können Anträge online gestellt werden. Ein weiterer Grund ist die Einführung des Parkpickerls in Favoriten. "Für Betriebe wird das dann ein Thema und sie beantragen meist gleich andere Bezirke mit", erklärt Leo Bubak, Leiter der MA 65 (Parkraumbewirtschaftung). Ähnliches wird für Simmering und Meidling erwartet, wenn dort 2018 neue Pickerlzonen dazukommen.

Kontrollen wurden an Regelung angepasst
Um den Missbrauch zu verhindern, hat die Behörde ein neues Kontrollsytem eingeführt. So werden jetzt stichprobenartig Betriebe ausgewählt, die dann den tatsächlichen Bedarf nachweisen müssen. "Die Kriterien für die Erteilung sind nach wie vor unverändert", so Bubak. Falls nötig, werde man die Kontrollen ausweiten.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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