Zu tief ins Glas geschaut und sich dennoch hinters Steuer gesetzt: Mit 1,7 Promille im Blut übersah Sonntagfrüh ein 34-Jähriger eine 29-Jährige auf einem Begleitweg der B320 in Mitterberg-St. Martin und erfasste sie. Statt zu helfen fuhr er davon, um später als Unfallzeuge zurückzukehren. Die Polizei entlarvte den Lügner.
Die Deutsche (29) und ihr Freund hatten gemeinsam bei einem Krampusfest in Mitterberg-St. Martin gefeiert und beschlossen gegen 0.30 Uhr den Nachhauseweg zu Fuß über eine Traktorbegleitstraße der B 320 anzutreten. Sie waren gerade im Ortsteil Tipschern unterwegs, als ein 34-Jähriger mit seinem Pkw auftauchte. Laut Polizei geschah der Unfall an einer eher unübersichtlichen Stelle: Der Mann, der sich trotz einer erheblichen Alkoholisierung von 1,7 Promille hinters Steuer gesetzt hatte, übersah die 29-Jährige und erfasste sie. Doch anstatt seine Hilfe anzubieten, drückte er aufs Gas und flüchtete. Zuhause, nicht einmal einen Kilometer entfernt, parkte er sein Auto in der Garage und kehrte zu Fuß zurück. Doch nicht, um sich zu stellen, sondern im Gegenteil - um von sich abzulenken! Er gab an, einen weißen Passat gesehen zu haben. Er selber fährt einen grünen... Er verstrickte sich in Widersprüche, und bald war klar, dass er der Gesuchte war - enttarnt, Anzeige! Die 29-Jährige erlitt übrigens eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen.
Monika Krisper, Kronen Zeitung
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