Mo, 24. September 2018

Betretenes Schweigen

28.11.2017 11:04

Trump ehrt Navajos - und spottet über "Pocahontas"

US-Präsident Donald Trump hat während einer Ehrung von Navajo-Veteranen im Weißen Haus mit der Verunglimpfung der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren als "Pocahontas" für Irritationen gesorgt. "Lange bevor irgendjemand von uns hier war, waren Sie hier", sagte Trump am Montag an die Veteranen gerichtet. "Auch wenn wir im Kongress eine haben, von der behauptet wird, dass auch sie schon sehr lange hier ist. Sie nennen sie Pocahontas."

Trump benutzt den fragwürdigen Spitznamen für Warren schon lange. Pocahontas (1595-1617) war eine berühmte indigene Frau, es ist auch der Titel eines bekannten Kinofilms. Warren reklamiert indigenes Erbe für sich, was jedoch umstritten ist.

Betretenes Schweigen
Nach Trumps Aussage machte sich im Raum betretenes Schweigen breit. Seine Sprecherin sagte auf die Journalistenfrage, warum es der Präsident für nötig halte, während einer Ehrung der Navajos etwas zu sagen, was viele als beleidigend empfänden: "Ich glaube, die meisten Leute finden es eher beleidigend, dass Senatorin Warren über ihre Herkunft lügt, um ihre Karriere zu befördern."

"Rassistischer Beigeschmack"
Ein Sprecher einer Indigenenvereinigung sagte dem Sender NBC, Trumps Äußerung habe einen "rassistischen Beigeschmack". Er nutze eine historische Figur in einem abfälligen Sinn und außerdem denkbar unpassend im Kontext einer solchen Ehrung.

"Code Talker" als Weltkriegshelden
Trump hatte bei der Zeremonie Navajos, die im Zweiten Weltkrieg aufseiten der USA mit einer einzigartigen Codetechnik auf Basis ihrer eigenen Sprache kämpften, geehrt. Die sogenannten Code Talker gelten in den USA als Kriegshelden.

 krone.at
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