Mi, 24. Oktober 2018

Schutzweg-Unfall

24.11.2017 06:16

Nach letzter Ölung wieder Hoffnung

Es scheint ein verfrühtes Weihnachtswunder, das einer Familie in Braunau widerfahren ist: In der Vorwoche wurde Katharina Ranzinger (53) am Zebrastreifen von einem Pkw niedergemäht. Die ärztlichen Prognosen waren düster, der Pfarrer wurde geholt. Das Unglaubliche: Nach 4 Tagen Tiefschlaf ist sie wieder ansprechbar!

Eine offene Schädelfraktur, Gehirnblutungen, ein Blutgerinnsel und Gehirn-Hämatome. Außerdem ein doppelter Beckenbruch, eine Schambeinfraktur sowie jede Menge  Abschürfungen vom Kopf bis zu den Füßen.
Eine Stunde lang mühten sich Ärzte und Sanitäter am Unfallort in Braunau ab, die dreifache Mutter und sechsfache Großmutter zu reanimieren.
"Kathis Leben ist nur mehr an einem seidenen Faden gehangen - das Auto hat sie voll erwischt und dann noch auf die Fahrbahn geschleudert", sagt Ehemann Christian Ranzinger. Der 55-Jährige hat inzwischen Tage extremer Sorge und Trauer hinter sich. "Als ich gehört hab’, wie es um sie steht, bin ich auch zusammengebrochen", erzählt der Pensionist.

Vier Tage gezittert
Ein Autolenker (38) aus Ranshofen hatte die Arbeiterin am Weg zur Frühschicht auf einem Zebrastreifen direkt vor ihrer Arbeitsstätte gerammt. "Sie hätte nur mehr einen Schritt machen müssen und wäre in Sicherheit gewesen", so Ehemann Christian.
Im Krankenhaus wurde ein Pfarrer gerufen, der Katharina Ranzinger die letzte Ölung spendete. "Die Ärzte haben gemeint, ich soll mir keine großen Hoffnungen mehr machen", betont der Gatte. Doch ihr Glück war offenbar, dass sich an dem Tag gerade ein Linzer Neurologe im Braunauer Spital aufhielt, der die Frau 4 Stunden lang operiert hat. Ranzinger: "Nach vier Tagen zittern ist die Kathi jetzt über dem Berg - und sogar schon ansprechbar."

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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