27.12.2006 18:30 |

Crash nach Urlaub

Fünf Gastarbeiter sterben in Wrack

In einer Tragödie hat die Rückfahrt vom Weihnachtsurlaub in Richtung Wien für fünf Gastarbeiter geendet. Die Serben krachten Dienstagabend mit ihrem überladenen Klein-Lkw bei Stuhlweißenburg in Ungarn gegen einen Baum. Die blutige Bilanz: fünf Tote und vier Verletzte. Die Schnellstraße 81 wird dort als Todesstrecke gefürchtet.

Immer wieder kommt es auf der S 81 zwischen Györ und Stuhlweißenburg (Szkesfehrvr) zu tödlichen Kollisionen. Meist pendeln die Gastarbeiter aus dem Osten früh am Morgen oder spät in der Nacht zwischen ihrer Heimat und dem fernen Arbeitsplatz.

Nach den Feiertagen waren auch die neun Serben in dem in Wien zugelassenen Mercedes Sprinter auf jener gefährlichen Strecke unterwegs. Gegen 20 Uhr dann der Horrorunfall: Der braune Transporter geriet außer Kontrolle, schlitterte über die Fahrbahn und krachte ungebremst gegen einen Baum. Das Fahrzeug wurde durch die Wucht des Aufpralls völlig demoliert, vier Männer und eine Frau starben im Trümmerhaufen.

Schrecklicher Anblick
Vier ihrer Kolleginnen konnten noch von alarmierten Notärzten an der Unfallstelle erstversorgt werden. Für die versammelten Einsatzkräfte bot sich ein schrecklicher Anblick. Neben den Leichen lagen noch zahlreiche Weihnachtsmitbringsel verstreut.

"Die örtlichen Behörden versuchen die Identität der Opfer hundertprozentig zu klären", erläutert der österreichische Generalkonsul in Budapest Johann Deutsch. Die Feiertage verliefen auf Ungarns Straßen ebenso tragisch wie in Österreich. Insgesamt kamen um den 24. Dezember in unserem Nachbarland 19 Menschen bei Unfällen ums Leben.

VON GREGOR BRANDL UND MICHAEL POMMER